Dank Bildungsscheck fliegen Schüler durch das Heinrich-Heine-Gymnasium

hzLensing Media Hilfswerk

Das Heinrich-Heine-Gymnasium wird zum „fliegenden Klassenzimmer“. Der Bildungsscheck des Lensing Media Hilfswerks macht es möglich. Schüler lernen in Workshops das Fliegen – und nicht nur sie.

Nette

, 07.10.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Konferenzraum des Heinrich-Heine-Gymnasiums (HHG) surrt es wie an einem warmen Sommermorgen im Umfeld eines Bienenstocks. Vier Drohnen stehen in der Luft oder ziehen ihre Kreise über den im Rechteck stehenden Tischen. Eine Demonstration: Künftig sollen fünfmal so viele Fluggeräte durch die Netter Schule surren.

Möglich wird das durch den Bildungsscheck des Lensing Media Hilfswerks. Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch hatte am Donnerstag (1.10.) das HHG als Empfänger für den Stadtbezirk Mengede gezogen.

Am Montag (5.10.) übergab Tölch den symbolischen Scheck über 2500 Euro an Schulleiterin Susanne Köhnen, den Förderkreis-Vorsitzenden Ulrich Fehlauer sowie die Lehrer Carina Kosian und Dennis Menzel. Kosian und Menzel koordinieren das TecLab Nordwest am Heinrich-Heine-Gymnasium.

Einfache Steuerung per iPad

Mit dem Bildungsscheck wird in den nächsten Wochen ein seit einem Jahr geplantes Angebot in der Digital-Schmiede umgesetzt: Das HHG schafft 20 Drohnen an, die auch im Informatik-Unterricht eingesetzt werden. Die Flugkörper sind programmierbar.

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„Sie lassen sich auch sehr einfach über unsere iPads steuern“, erklärt Carina Cosian. Wie einfach das geht, demonstrieren am Montag vier Schülerinnen und Schüler im Konferenzraum. „Das macht Spaß“, sagt Luis Bandidas. „Das ist etwas anderes als wenn man normalen Unterricht macht.“

Luis Bandias hat schon Drohnen-Workshops im TecLab des Heinrich-Heine-Gymnasiums besucht. Ihm gefällt das Angebot außerhalb des Unterrichts.

Luis Bandias hat schon Drohnen-Workshops im TecLab des Heinrich-Heine-Gymnasiums besucht. Ihm gefällt das Angebot außerhalb des Unterrichts. © Uwe von Schirp

Die vier Schüler hatten zuvor schon Drohnenflug-Workshops im TecLab besucht – zunächst mit geliehenen Flugkörpern. Wenn die schuleigene „Flotte“ in Betrieb ist, wollen Carina Kosian und Dennis Menzel auch Workshops für Eltern, Lehrer und andere Interessenten anbieten. Das gehört zum Konzept des TecLabs.

Förderkreis könnte Projekte alleine nicht stemmen

Zur Ausstattung gehören neben Drohnen, Ladegeräten und Akkus auch Ersatzteile und Parcours-Gegenstände. Denn die Schüler sollen die Fluggeräte nicht einfach nur frei bedienen, sondern vorgegebene Aufgaben abfliegen. Oder den Flug vorher programmieren.

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Insgesamt belaufen sich die Projektkosten auf rund 3000 Euro. Den Rest steuert der Förderkreis des Heinrich-Heine-Gymnasiums hinzu. „Solche Projekte sind mittlerweile nicht mehr aus Mitgliedsbeiträgen zu finanzieren“, sagt Vorsitzender Ulrich Fehlauer. „Ich bedanke mich daher beim Bezirksbürgermeister, dass er uns gezogen hat.“

Wilhelm Tölch ist als technik-affin bekannt. Durchaus könne er sich vorstellen, im politischen Ruhestand in ein paar Wochen selbst zum Drohnen-Piloten zu werden, erklärt er schmunzelnd.

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Vor allem aber wirbt der scheidende Bezirksbürgermeister für eine rege Beteiligung bei der nächsten Ausschreibung des Bildungsschecks. „Wir müssen uns kümmern, dass im nächsten Jahr mehr Schulen oder Kindergärten daran teilnehmen.“

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