Darum bleiben die Kita-Spielplätze nachmittags geschlossen

Pilotprojekt gescheitert

Die Idee ist gut, doch die Umsetzung offensichtlich schwierig. Eigentlich sollten die Spielplätze städtischer Kitas nachmittags grundsätzlich für alle geöffnet werden. Doch dieser Plan ist nun vom Tisch. Warum? Wir erklären es.

DORTMUND

20.06.2017, 01:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Spielplatz in Dortmund.

Ein Spielplatz in Dortmund.

Der Kinder- und Jugendausschuss hatte im September 2015 ein Pilotprojekt beschlossen, um zu testen, ob die Außenflächen von Kitas des städtischen Betreibers Fabido außerhalb der Betreuungszeiten für die Öffentlichkeit freigegeben werden können – insbesondere, wenn keine anderen städtischen Spielplätze in der Nähe sind.

Grundsätzliche haftungsrechtliche Fragen konnten von der Verwaltung bereits geklärt werden. Sogar eine häufigere Reinigung der Flächen und Überprüfung der Spielgeräte war mit den zuständigen städtischen Stellen schon vereinbart. Für die Testphase waren vier Fabido- Kitas in der Bittermark, in Oestrich, in Eving und in Derne ausgesucht worden.

Keine Freiwilligen gefunden

Das Problem: Trotz intensiver Suche sowohl über Eltern der betroffenen Kitas als auch über das Netz der Spielplatzpaten konnten keine Freiwilligen gefunden werden, die die haftungsrechtlich nötige Betreuung der Flächen übernehmen wollten. Eine Aufsicht durch Fabido-Mitarbeiter oder Honorarkräfte sei aus finanziellen und personalwirtschaftlichen Gründen nicht möglich, teilt die Verwaltung jetzt dem Ausschuss für Kinder und Jugend mit.

Das bittere Ende: Noch vor dem eigentlichen Start soll das Pilotprojekt beendet werden. Der Ausschuss wird deshalb gebeten, in seiner Sitzung am 21. Juni den Beschluss von 2015 aufzuheben. Die Tore der Fabido-Kita-Flächen bleiben dann außerhalb der Betreuungszeiten grundsätzlich geschlossen. 

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