Darum sind die vielen neuen Wohnungen am Luisenglück so wichtig

hzHombrucher Bogen

Das Neubaugebiet Hombrucher Bogen wächst. Warum aber wird die Fläche mit hunderten Wohnungen und einer Kita bebaut – und nicht mit etwas ganz anderem?

Hombruch

, 28.11.2019, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Zukunft in Hombruch ist schon lange nicht mehr zu übersehen. Entlang der Straße Luisenglück entsteht das Quartier am Hombrucher Bogen. Hunderte Wohnungen, eine Kita, ein Seniorenheim und Büros werden gerade gebaut. Aber warum kommt hier nichts anderes hin?

Der Planungsstand im November 2013 war noch folgender: Auf dem 60.000 Quadratmeter großen Gelände der ehemaligen Federnfabrik sollten unter anderem ein Baumarkt und Studentenwohnungen entstehen.

Größte Fabido-Kita im Dortmunder Süden entsteht in Hombruch

Im November 2019 sieht das Konzept anders aus. Der Spatenstich für den Neubau des Seniorenheimes „Weiße Taube“ ist erst ein paar Wochen her, die neue Fabido-Kita soll schon im Herbst 2020 die ersten Kinder aufnehmen.

Darum sind die vielen neuen Wohnungen am Luisenglück so wichtig

Bagger bewegen Tonnen von Erde auf der ehemaligen Industriefläche. © Michael Nickel

Mit acht Gruppen wird sie nach Fertigstellung die größte Fabido-Kita im Dortmunder Süden sein. Mehr als 300 Wohnungen werden auf dem Gelände entstehen. Allerdings in erster Linie nicht für Studenten, denn die Studentenbuden entstehen etwas weiter an der Baroper Bahnhofstraße.

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Im Stadtbezirk Hombruch passiert ziemlich viel, was Wohnungsbau angeht. Der Platz wird auch dringend benötigt. Der Bedarf in Dortmund habe sich beim Wohnraum in den vergangenen Jahren um 12 Quadratmeter pro Kopf auf mittlerweile 37 Quadratmeter erhöht, sagte Stefan Thabe Anfang November in der Bezirksvertretung (BV) Hombruch.

Immer mehr Single-Haushalte in Dortmund

Thabe ist neuer Fachbereichsleiter im Stadtplanungs- und Bauordnungsamt und stellte sich den Lokalpolitikern vor. „Es gibt einen klaren Trend zu Ein-Personen-Haushalten“, sagte er. Dort, wo früher zwei oder vier Menschen in einer Wohnung lebten, sei es mittlerweile oft nur noch ein Mensch.

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Dass der Bedarf an Wohnraum groß sei, steht auch in der neuesten Vorlage, über die die BV Hombruch am Dienstag (3. Dezember) ab 14.30 Uhr sprechen wird.

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Im Prinzip geht es darum, für den Hombrucher Bogen rechtlich alles abzusichern. Eine Formalität. In dieser Vorlage steht aber auch, was auf dem Gelände alles hätte entstehen können. Zum Beispiel...

  • eine Gewerbefläche: Diese Idee wurde verworfen, weil Gewerbe zu viel Lärm und Verkehr verursacht hätten. Zudem eigne sich die Brachfläche aufgrund der Nähe zum Zentrum und der Anbindung zum ÖPNV ohnehin in besonderem Maße für Wohnungsbau.
  • eine Grünfläche: Aufgrund der steigenden Einwohnerzahl Dortmunds sei es von „entscheidender Bedeutung“, Brachflächen in günstigen Lagen effizient zu nutzen. Am Ende, so steht es in der Vorlage, sei es nicht „zweckmäßig“ das Grünflächendefizit Hombruchs und Barops höher zu gewichten als die Abdeckung des Wohnbedarfs.
  • ein Baumarkt: Diese Idee wurde relativ schnell verworfen, da sich im Umkreis von 4 Kilometern gleich drei Baumärkte befinden.
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