Das Herz im Visier

Mit der Anschaffung eines Dual-Source-Computer-Tomographen hat das St.-Johannes-Hospital im Dezember einen 1,5 Millionen Euro teuren Meilenstein gesetzt.

17.01.2008, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit seinen zwei Röntgenstrahlern und Detektoren ermöglicht das Gerät der Firma Siemens Aufnahmen in höherer Geschwindigkeit. Diese sind detailgenauer als die Aufnahmen herkömmlicher Geräte und liefern gestochen scharfe Bilder von besserer Qualität. "Damit eignet sich der CT besonders für Aufnahmen von Organen in Bewegung - etwa des Darm oder eines schlagenden Herzens", schwärmt Prof. Dr. Hubertus Heuer, Chefarzt der Kardiologie. Betablocker zur Absenkung der Herzfrequenz seien daher nicht mehr zwangsläufig erforderlich. Dennoch stellt Heuer klar: "Für scharfe Bilder ist eine Herzfrequenz unter 60 Schlägen pro Minute ideal." Seit der Inbetriebnahme Anfang Dezember wurden allein 80 Patienten via CT am Herzen untersucht.

Wegen der hohen Strahlenbelastung komme aber längst nicht jeder Patient leichtfertig in die Röhre, sagt Prof. Dr. Karl Schürmann. Jüngere Menschen unterlägen beispielsweise einem höheren Risiko, dass sich Jahre nach der Behandlung Tumore bilden, als Ältere. Bei Übergewichtigen sei die Strahlenbelastung ebenfalls höher. bel

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