Das ist das Problem der Kühlanlage beim Rewe an der Rheinischen Straße

hzWestcenter in Dortmund

Bei den extrem hohen Temperaturen der vergangenen Tage machte die Kühlanlage des Rewe-Marktes an der Rheinischen Straße schlapp – ein Experte erklärt, was das Problem gewesen sein könnte.

Unionviertel

, 29.07.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sobald es wärmer wird, fängt die Kühlanlage des Rewe-Marktes an der Rheinischen Straße an zu streiken. Das ist nicht gut. Denn die Anlage versorgt die Kühlgeräte im Markt. Wird die Kühlkette unterbrochen, drohen viele Lebensmittel zu verderben.

Um das zu verhindern, entschloss man sich dazu, die Wärmetauscher, die sich auf dem Dach der Filiale befinden, zu kühlen – mit Frischwasser aus Rasensprengern.

Das sagte der Experte

Heribert Baumeister, Bundesinnungsmeister des Bundesinnungsverbands des deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks, findet dieses Vorgehen nicht optimal. „Das Kühlen mit Wasser ist maximal eine Notlösung!“, sagt er. Diese „Notlösung“ wird aber an der Rheinischen Straße schon seit drei Jahren betrieben, bei Temperaturen ab 23 Grad, wie eine Anwohnerin beobachtet hat.

Das ist das Problem der Kühlanlage beim Rewe an der Rheinischen Straße

Rasensprenger kühlen die Kühlanlage. © Martina Niehaus

Baumeister vermutet, dass das Problem unter anderem beim leistungsschwachen Wärmetauscher liegt. Die DIN-Norm gibt vor, dass die bei Außentemperaturen bis zu 32 Grad Celsius funktionieren sollen – problematisch kann es werden bei Temperaturen bis zu 40 Grad, wie in den vergangenen Tagen.

Das Problem beseitigen könne die Rewe-Filiale mit neuen, leistungsstärkeren Wärmetauschern. Da die nächsten Sommer wahrscheinlich ähnlich heiß werden, wäre das für Baumeister die klügste Lösung. „Auf Dauer wäre das auch günstiger und vor allem umweltfreundlicher, als immer mit Frischwasser zu kühlen“, findet er.

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