Das steckt hinter dem Namen des Dortmunder Stadtteils Asseln

Straßennamen in Asseln

Straßennamen geben Orientierung und erklären darüberhinaus oft die Ortsgeschichte. Das beste Beispiel ist der Ascloonweg, der erklärt, warum Asseln Asseln heißt.

Asseln

, 02.09.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das steckt hinter dem Namen des Dortmunder Stadtteils Asseln

Der Ascloonweg erinnert an alte Zeiten in Asseln. © Johanna Wiening

Der Name Ascloon taucht in einer Urkunde des Klosters Werden auf, das im gleichnamigen heutigen Vorort in Essen stand. Das erklärt der Heimat- und Geschichtsverein Asseln in einer Broschüre.

Ascloon ist der älteste überlieferte Name für Asseln. „Asc“ ist ein althochdeutsches Wort für Esche, die in den Wäldern auf dem heutigen Asselner Gebiet besonders gut gedieh. Der zweite Bestandteil „loon“ ist die alte Form von Loh: Sie bezeichnet einen durch Laubheugewinnung licht gewordenen Wald. „Ascloon“ bedeutet also Siedlung oder Ort an den Eschenwäldern. In Westfalen kam es oft vor, dass Waldflächen, die der Gewinnung von Laubheu dienten, zur Bildung von Ortsnamen führten.

Laub diente als Viehfutter im Winter

Diesen Hintergrund hat auch der Name Eschenwaldstraße. Die Esche eignete sich besonders gut zur Laubheugewinnung. Durch das in mehrjährigem Abstand durchgeführte Abschneiden der Zweige wurde im Herbst Laub gewonnen, getrocknet und dann im Winter an das Vieh verfüttert.

Obwohl Laubheu keinen großen Nährwert hatte, war die Laubheugewinnung bis in die ersten Jahre des 19. Jahrhunderts wichtigster Bestandteil der Viehfütterung im Winter. Außerdem gewann man auf diese Weise erheblich stärkeres Holz, das beispielsweise als Stiel für einen Hammer oder eine Lanze eingesetzt werden konnte. Die Eschenwaldstraße hieß bis 1928, als Asseln nach Dortmund eingemeindet wurde, Kurler Straße.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt