Wegen hoher Inzidenzwerte im Kreis Unna werden am nächsten Montag die Stühle in den Schwerter Klassenräumen auf den Tischen bleiben. © picture alliance/dpa
Corona-Pandemie

Das würde ein Überschreiten der 200er-Inzidenz-Marke für Dortmund bedeuten

Dortmund hat am Wochenende an der kritischen Corona-Inzidenz-Marke von 200 gekratzt. Welche Konsequenzen hätte es für die Stadt, sollte sie diese Schwelle überschreiten? Ein Überblick.

Eine Sieben-Tage-Inzidenz von 198 Fällen pro 100.000 Einwohner meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntagfrüh (18.4.) offiziell. Die Stadt Dortmund war in ihrer Berechnung sogar auf eine Inzidenz von 199,6 gekommen, am Sonntagnachmittag war von 198,9 die Rede – ganz knapp also unter der kritischen Marke von 200.

Kein Präsenzunterricht in Dortmund

Die 200er-Grenze spielt bei der Anordnung von strengeren Corona-Schutzmaßnahmen eine wichtige Rolle.

Wobei Dortmund die wichtigste Veränderung schon vorweg genommen hatte: Mit Hinweis auf die steigende Inzidenz hatte die Stadt schon am Freitag angeordnet, dass ab Montag (19.4.) weiterhin kein Präsenzunterricht in Schulen – außer für Abschlussklassen – stattfindet.

Das Land hatte dafür grundsätzliche die Grenze von 200 gesetzt, dem vorausschauenden Dortmunder Vorhaben aber zugestimmt.

Mittelfristig könnten auch Kitas betroffen sein

Die Regelung gilt zunächst für eine Woche – in der Annahme, dass ab dem 26. April ein neues Infektionsschutz-Gesetz des Bundes greift. Auch dort ist die Schließung von Schulen für Präsenzunterricht vorgesehen – wobei noch strittig ist, ob dies ab einer Inzidenz von 200 oder schon ab 100 der Fall sein soll.

Das Infektionsschutz-Gesetz hätte dann aber auch Folgen für die Kita-Betreuung. Nach dem aktuellen Entwurf soll es ab einer Inzidenz von 200 auch dort nur noch eine Not-Betreuung geben. Das ist für die nächste Woche in Dortmund noch nicht vorgesehen, selbst wenn die 200er-Grenze dann schon überschritten ist.

Es bleibt vorerst beim Appell an Eltern, freiwillig auf die Kita-Betreuung ihrer Kinder zu verzichten.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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