„Demba, das ist für dich!“ - Seeed ehrt in der Westfalenhalle seinen verstorbenen Sänger

hzReggae, Pop und Dancehall

Seeed sind zurück. In der ausverkauften Westfalenhalle präsentierten die zehn Musiker am Mittwoch ihr neues Album. Der Tod von Sänger Demba Nabé hat jedoch eine Lücke in der Band hinterlassen.

Dortmund

, 17.10.2019, 15:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass Männer in perfekter Synchronität eine einstudierte Choreografie tanzen und dazu singen, ohne, dass sie Assoziationen mit gecasteten Boybands wecken - das muss man erstmal schaffen.

Gelungen ist das am Mittwochabend (16.10.) den Sängern von Seeed, als sie mit ihrer ersten Tour seit drei Jahren Stopp in der Dortmunder Westfalenhalle machten.

Mal zu zweit, mal mit Unterstützung der Backgroundsänger, tanzten sich die Seeed-Sänger Peter Fox und Dellé durch die Show. Das war mal mehr, mal weniger mitreißend - aber nie peinlich.

Vielleicht, weil es - anders als bei Boybands - keine abgestimmten Kostüme und Ohrbügelmikrofone gab. Vielleicht, weil Seeed seit zwei Jahrzehnten auf der Bühne stehen und einfach wissen, wie man trotz meterhoher LED-Installationen im Hintergrund und einstudierter Tanzschritte eine authentische Show liefert.

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Seeed sind zurück. In der ausverkauften Westfalenhalle präsentierten die zehn Musiker am Mittwoch ihr neues Album. Besonders die alten Klassiker und die Solo-Hits von Peter Fox begeisterten das Publikum.
17.10.2019
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LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz
LED-Spektakel, Riesen-Leinwände, Tanz-Choreografien: Seeed begeisterten am Mittwochabend in der Westfalenhalle mit einer Show, die den Balance-Akt zwischen Spontaneität und eingängigem Show-Konzept schaffte. © Nils Foltynowicz

Die Band ehrt ihren Musiker-Kollegen mit zwei Songs

Seeed-Fans hatten auf diesen Tag fast nicht zu hoffen gewagt. Im Mai 2018 verstarb Demba Nabé, auch als Ear oder Boundzound bekannt. Viele Jahre lang war er der dritte Sänger der Band. Die Zukunft von Seeed stand nach seinem Tod zunächst in den Sternen.

Umso größer war die Freude, als Seeed ankündigten, mit ihrem neuen Studioalbum „Bam Bam“ auf Tour zu gehen. Innerhalb kürzester Zeit war auch das Konzert in der Westfalenhalle 1 ausverkauft.

Doch der Tod von Demba Nabé hat eine Lücke in der ehemals elfköpfigen Band hinterlassen. Eine Lücke, die nicht gefüllt werden kann, doch mit der es umzugehen gilt.

„Demba, das ist für dich!“ - Seeed ehrt in der Westfalenhalle seinen verstorbenen Sänger

Seit Sänger Demba Nabé alias "Ear" 2018 unerwartet verstarb, sind Dellé und Peter Fox bei Seeed nur noch zu zweit. © Nils Foltynowicz

Seeed taten dies, indem sie die Show mit dem Song „Ticket“ vom neuen Album begannen. „Irgendwann ist alles vorbei, doch so sieht der Deal aus - ich würd‘ ihn wieder nehmen“, heißt es im Lied. Das zugehörige Musikvideo hatte die Band ihrem verstorbenen Bandkollegen Ear gewidmet.

Und auch den Song „You & I“ sangen Peter Fox und Dellé am Abend zu Ehren von ihm. „Demba, das ist für dich“, sagte Dellé. In einem Lichtermeer von Handy-Taschenlampen sangen die zwei die Zeilen „you and I gonna walk on forever“.

Leinwände, LEDs, Choreografien

Dabei war der Abend alles andere als schwermütig. Auf den Leinwänden wechselten sich grelle LED-Shows mit Videos von Nura und Deichkind, Feature-Gäste auf dem Album, ab. Die Musiker, unter ihnen Bläser und ein Perkussionist, lieferten den dynamischen Reggae-Dancehall-Sound, für den Seeed bekannt ist.

Statt langer Ansagen ließ die Band von der Größe eines kleinen Orchesters ihre neuen und alten Songs und ihre Remixe von bekannten Seeed-Hits mit vergessenen Pop-Hits sprechen.

„Demba, das ist für dich!“ - Seeed ehrt in der Westfalenhalle seinen verstorbenen Sänger

Auf großen Leinwänden zeigten Seeed die Parts ihrer Feature-Gäste auf dem Album. Hier zu sehen: Rapper Porky von Deichkind. © Nils Foltynowicz

Das Publikum ließ sich nicht immer, aber doch häufig von der Energie auf der Bühne anstecken. Besonders auf die Solo-Hits von Peter Fox, „Schüttel deinen Speck“ oder „Alles neu“ schienen viele gewartet zu haben.

Die größten Seeed-Hits spielte die Band zum Schluss: Mit „Dickes B“ und „Aufstehn“ als Zugabe beendeten die zehn Musiker nach rund anderthalb Stunden das Konzert. Seeed lieferte eine solide Show, die trotz aller Choreografien und LED-Gimmicks noch spontan und authentisch war - es aber gerade bei langsamen, unbekannteren Songs nicht immer schaffte, Aufregung und Begeisterung im Publikum aufrechtzuerhalten.

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