Tag der Arbeit

Demo-Marathon in Dortmund: Der 1. Mai aus Sicht der Polizei

Der Tag der Arbeit in Dortmund .- gleich mehrere Demonstrationen und Kundgebungen hat es am Samstag gegeben. Immer mit dabei: die Polizei. So bewertet sie das Demogeschehen des Tages.
Gleich mehrere Demonstrationen hat die Polizei am 1. Mai in Dortmund begleitet. © Oliver Schaper

Dortmund hat am 1. Mai einen regelrechten Demonstrations-Marathon erlebt. Zum Tag der Arbeit hatten verschiedenste Organisationen und Gruppen zu Kundgebungen und Versammlungen aufgerufen. Sie alle wurden von der Polizei begleitet. Die zog am Samstagabend ein positives Fazit

„Es gab nur wenige Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten, die wir sofort erkannt und dann konsequent Verfahren eingeleitet haben. Wir können mit diesem mehrstündigen Einsatz insgesamt zufrieden sein“, wird der Leitenden Polizeidirektor Udo Tönjann in einer Mitteilung der Polizei zitiert (Stand 19 Uhr).

Schon die Demonstrationen am Vormittag und Mittag seien aus Sicht der Polizei ruhig verlaufen, wie die Polizei kurz danach in einem Zwischenfazit am Mittag mitgeteilt hatte. Da waren es die große Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes auf dem Friedensplatz sowie eine Versammlung von Neonazis in Dorstfeld sowie zwei Gegendemonstrationen, die die Polizei im Blick hatte.

Demozug vom Westpark zum Hafen

Ab 16 Uhr konzentrierte sich das Versammlungsgeschehen auf das Unionviertel. Wie berichtet startete ein Demozug vom Westpark aus startete ein Aufzug über das Westentor und durch einige Bereiche der Nordstadt bis zur Speicherstraße. Dafür habe die Polizei kurzzeitig mehrere Straßen sperren müssen, so die Pressemitteilung.

Zum Ende dieses Aufzugs wurde im Hafengebiet Pyrotechnik gezündet. Die Polizei habe daraufhin Identitätsfeststellungen durchführen müssen.

Einen besonderes Augenmerk hatten die Kräfte von Polizei und Ordnungsamt an diesem Tag auf den Infektionsschutz. Laut Mitteilung der Polizei wiesen der kommunale Ordnungsdienst der Stadt Dortmund und Einsatzkräfte der Polizei mehrere Demonstrationsteilnehmer auf den Infektionsschutz hin.

Zudem ermittele die Polizei nach einem Verstoß gegen das Versammlungsgesetz gegen fünf Personen, die der Querdenker-Szene zuzuordnen waren. Diese hielten sich im Eingangsbereich des Amtsgerichts auf und führten eine nicht angemeldete Versammlung durch.

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