Demozug durch die Dortmunder Innenstadt erinnert an Hiroshima-Tote

hzHiroshima-Kundgebung

75 Jahre ist es her, dass Bomben auf Hiroshima fielen. Mit einer Gedenkveranstaltung und einer Demo durch die City erinnerten die Dortmunder daran und hatten eine weitere wichtige Botschaft.

von Beat Linde

Dortmund

, 06.08.2020, 18:35 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am 6. August 1945 wurde mit Hiroshima zum ersten Mal eine Stadt mit einer Atombombe getroffen. Um der Opfer zu gedenken und an die Konsequenzen des Einsatzes von Atomwaffen zu erinnern, finden in der Innenstadt mehrere Aktionen statt.

Rund 80 Teilnehmer demonstrierten an dem Hiroshima-Platz, der an den Abwurf vor 75 Jahren erinnern soll. Anschließend machte sich der Zug Richtung Stadtgarten auf.

Aufgerufen zu der Demonstration hatten unter anderem IPPNW (ein Ärzte-Verbund gegen Atomwaffen) Greenpeace und die Deutsch-Japanische Gesellschaft der Auslandsgesellschaft Dortmund.

Botschaft auf am U-Turm

Auch am Dortmunder U gab es Gedenkbotschaften. Die Künstlerin Junko Wada gestaltete in japanischen Schriftzeichen einen Text: „Hiroshima 6. 8. 1945 / Der 75. Jahrestag der radioaktiven Verstrahlung“.

Aber nicht nur die Erinnerung ist Bestandteil der Aktionen, sondern auch eine Aufforderung an die Bundesregierung. Die solle endlich den Atomwaffenverbotsvertrag der UN ratifizieren. Eine Forderung, die nicht nur von den Demonstranten vertreten wird, sondern auch vom Rat der Stadt Dortmund.

Bürgermeisterin Birgit Jörder, die an der Demonstration teilnahm, wiederholte den Aufruf an die Bundesregierung in ihrer Begrüßung noch einmal.

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