Deponie in Dortmunder Wohngebiet: Verzweifelte Anwohner schreiben an OB Ullrich Sierau

Baustellen in Dortmund

Mitten in einem Dortmunder Wohngebiet entsteht eine Deponie. Die Anlieger sind verzweifelt und wollen Antworten, die ihnen keiner gibt. Nun haben sie den Oberbürgermeister kontaktiert.

Lütgendortmund

, 03.03.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mitten in einem Dortmunder Wohngebiet entsteht gerade eine Deponie: In ihrer Not haben die Anwohner nun unter anderem an Oberbürgermeister Ullrich Sierau geschrieben.

Mitten in einem Dortmunder Wohngebiet entsteht gerade eine Deponie: In ihrer Not haben die Anwohner nun unter anderem an OB Ullrich Sierau geschrieben. © Beate Dönnewald

E-Mails, Anrufe. E-Mails, Anrufe: Die Anlieger einer Deponie, die von Tag zu Tag größer wird, haben nichts unversucht gelassen, um an Informationen zu kommen.

Viel mehr, als dass eine Kanalbaustelle in der Nähe der Grund für die Lagerung des Bodenaushubs auf dem ehemaligen Sportplatz „Im Rauhen Holz“ ist, wissen sie auch fast zwei Wochen später nicht.

Am Montag (2.3.) bekam Anwohner Erich Rücker eine erste Antwort: Das Anliegen sei an die Stadtentwässerung weitergeleitet worden, schreibt die Stadt, und man bitte die Anlieger in der Karinstraße um Geduld.

Nicht nur Erdaushub, auch Pflastersteine und Kanalrohre lagern auf dem ehemaligen Sportplatz in der kleinen Siedlung.

Nicht nur Erdaushub, auch Pflastersteine und Kanalrohre lagern auf dem ehemaligen Sportplatz in der kleinen Siedlung. © Erich Rücker

Doch die haben sie nicht mehr: „Am Dienstag wurde ein riesiges Abwasserrohr mit einem Hydraulikmeißel in einer unerträglichen Lärmbelästigung und Heftigkeit zertrümmert, dass die Vibrationen im Haus zu spüren waren“, so Rücker. Seiner Meinung nach handelt es sich gemäß Bebauungsplan „Oelbachtal“ um eine Grünfläche.

Die Nachbarschaft hofft, dass sich nun OB Ullrich Sierau in den „Fall“ einschalten wird. Am Freitag (28.2.) haben sie ihn per Einschreiben kontaktiert.

Ohne Abstand zur Wohnbebauung lagern einige Erdhügel auf dem ehemaligen Sportplatz "Am Rauhen Holz".

Ohne Abstand zur Wohnbebauung lagern einige Erdhügel auf dem ehemaligen Sportplatz. © Beate Dönnewald

Anwohner überlegen juristische Schritte

Sie wollen wissen, ob die Firma eine Nutzungserlaubnis beim Umweltamt eingeholt habe. „Wenn ja, bitte ich Sie um die Mitteilung des Aktenzeichens und eine Kopie der Genehmigung“, schreibt Rücker.

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Er räumt der Stadt eine Frist von zehn Werktagen ein. Ansonsten wolle man sich ans Verwaltungsgericht wenden.

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