Der 300-Meter-Witz

300 Meter-Witz? Oder Weichenstellung für ein "Bad" Brackeler Straße? Die neue Umweltzone stößt bei vielen Anwohnern auf Unverständnis.

13.01.2008, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Eine Umweltzone für die paar Hundert Meter?" Halin Bilgili kann darüber nur den Kopf schütteln. "Das ist doch einfach nur Blödsinn", quittiert der Taxifahrer die Samstag in Kraft getretene Regelung.

Der Taxifahrer sieht sich bei seiner Arbeit hierdurch zwar nicht behindert. "Mein Wagen hat die benötigte grüne Plakette". Doch den Ärger vieler Autofahrer, die die Umweltbestimmungen nicht erfüllen, kann er gut nachvollziehen. Nicht verstehen kann er hingegen, dass ausgerechnet die Brackeler Straße kurz vor dem Borsigplatz für den Standort des Feinstaub-Messgerätes ausgewählt worden ist. "Die Mallinckrodtstraße in Höhe des Nordmarktes ist doch viel schlimmer belastet."

Diese Einschätzung teilen auch die Eheleute Johann und Piroschka Schneider. "Ich gehe hier oft spazieren. Morgens gibt es schon viel Verkehr", bestätigt Johann Schneider, "aber an der Bornstraße ist das Verkehrsaufkommen doch viel höher." Und was sind schon 300 Meter Umweltzone?

Johann Schneider ist davon überzeugt, dass sich das Problem nur verlagert. "Dann fahren die Leute ohne die richtige Plakette eben eine Nebenstraße entlang." jo

Seite 2: Dicke Luft

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