Der Parkstreifen an der Lindberghstraße als Fahrspur? Ein Anwohner hält das für gefährlich

hzBaustelle Emscherallee

Die Lösung für das Chaos an der Emscherallee: die Freigabe des Parkstreifens an der Lindberghstraße. So lautet ein Vorschlag, um den Verkehr zu entzerren. Anwohner Peter Strege ist dagegen.

Huckarde

, 12.07.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rund um den Tagesbruch an der Emscherallee herrscht Chaos. Und das schon seit November 2018. Ein Ärgernis ist für viele Autofahrer vor allem die einspurige Umleitung über den Abzweig Emscherallee, die den Verkehr entlang der Kokerei Hansa führt. Reiner Schramowski vom Siedlerverein Deusen hat einen Vorschlag gemacht, um den Verkehr zu entzerren.

Eine kleine begrünte Insel auf dem Parkstreifen an der Lindberghstraße soll weichen und Platz für den Verkehr machen. „Der dann durchgehende Standstreifen ließe sich doch als provisorische Fahrbahn einrichten“, sagt Reiner Schramowski. Anwohner Peter Strege sieht in diesem Vorschlag jedoch keine Lösung für das Verkehrschaos. Er fürchtet eine dann noch gefährlichere Verkehrslage.

Peter Strege: „Die Insel auf dem Parkstreifen muss bleiben“

„Es versuchen schon jetzt manche Autofahrer, diejenigen über den Parkstreifen zu überholen, die links in Richtung Kokerei abbiegen wollen“, erzählt Peter Strege. „Da habe ich schon einige gefährliche Situationen beobachtet.“ Und nicht nur das. Wenn Peter Strege und seine Frau Sigrid Breinl in ihre Einfahrt einbiegen wollen, müssen sie selbst aufpassen.

Der Parkstreifen an der Lindberghstraße als Fahrspur? Ein Anwohner hält das für gefährlich

Den Parkstreifen für den Verkehr freizugeben, hält Peter Strege für gefährlich. © Carolin West

„Wir fahren ja ein Stück weiter als die Linksabbieger und dann ist da keine Insel mehr im Weg“, sagt Peter Strege. Oft versuchen deshalb andere Autofahrer, rechts an ihnen vorbeizufahren. „Ich habe wirklich Angst, dass uns da mal einer ins Auto fährt“, sagt Sigrid Breinl. „Die Insel auf dem Parkstreifen muss bleiben“, meint ihr Mann. „Sonst ist das ja eine Einladung, schnell vorbeizufahren.“ Und damit erhöhe sich die Unfallgefahr deutlich, ist sich das Paar sicher.

Das Befolgen der Verkehrsregeln soll das Chaos minimieren

Peter Strege, der ebenfalls Teil der Siedlergemeinschaft Deusen ist, zeigt aber auch Verständnis für den Vorschlag von Reiner Schramowski. Es gehe ihm um diejenigen, die wegen der Linksabbieger lange warten müssen. Peter Strege sieht die Ursache für lange Wartezeiten allerdings nicht in den Linksabbiegern. „An der Lidl-Kreuzung fahren einfach zu viele Menschen in den Kreuzungsbereich, dann ist da alles dicht und die Autos stehen Schlange“, erklärt er. „Würden sich alle an die Verkehrsregeln halten, wäre die Situation zumindest etwas besser.“

Während Peter Strege das erzählt, überholt ein Auto, das in Richtung Lidl unterwegs ist, ein anderes. „Und wenn jetzt der Parkstreifen auch noch zum Überholen frei wäre, hätten wir wahrscheinlich den ersten Unfall“, sagt Sigrid Breinl. „Es geht uns hier nicht um eine Lösung für uns“, betont Peter Strege. „Sondern einfach darum, dass hier nichts Schlimmes passiert.“

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