Ein S-Bahn-Haltepunkt wird verlegt: Das ändert sich für Pendler

hzS-Bahn Dortmund

Der S-Bahn-Haltepunkt Dortmund-Barop wird an anderer Stelle neu aufgebaut. Nur: Wo wird das geschehen und wann? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Barop

, 29.08.2019, 17:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der S-Bahn-Haltepunkt in Barop ist schon vor langer Zeit in die Jahre gekommen. Schön ist es hier nicht, die Anlage ist nicht modern. Der Bahnsteig ist nur zu erreichen, wenn man zuerst eine Treppe herunter und dann wieder eine Treppe hinauf geht. In der Unterführung stinkt es vor allem bei hohen Temperaturen nach Urin. Der angrenzende Parkplatz ist zum großen Teil eine staubige Schotterpiste.

Diese ganzen Probleme soll es aber in einigen Jahren nicht mehr geben. Der Bahnhof soll von seinem jetzigen Standort an der Harkortstraße in Richtung Haltestelle Barop-Parkhaus verlegt und dort neu aufgebaut werden.

? Warum wird der Haltepunkt verlegt?

Da kommen drei Gründe zusammen. Erstens: Die Bezirksvertretung Hombruch hat sich wiederholt mit dem Zustand des Baroper Bahnhofs befasst, im Protokoll eines Ortstermins vom Mai 2016 steht, dass es seit Jahren Beschwerden gebe.
Zweitens: Der Rat der Stadt Dortmund hat in seinem Nahverkehrsplan 2014 Ziele definiert, die unter anderem für weniger Umsteigezwänge sorgen sollen. Schon in diesem Plan ist die Verlegung des Bahnhofes in Barop an die Stockumer Straße als ein langfristiges Ziel definiert.
Drittens: Der VRR hat im Nahverkehrsplan 2017 seine Haltepunkte und Bahnhöfe unter die Lupe genommen und dabei auch „die verkehrliche und finanzielle Sinnhaftigkeit von neuen Stationen“ geprüft. Aufgrund geänderter Rahmenbedingungen wie der städtebaulichen Entwicklung und der geänderten Fahrgastnachfrage könne es sinnvoll sein, Stationen neu zu schaffen beziehungsweise zu verlegen. Für den Haltepunkt Barop wird die Verlegung der Station und die Schaffung eines Nahverkehrknotens bei Barop-Parkhaus vorgeschlagen.

Ein S-Bahn-Haltepunkt wird verlegt: Das ändert sich für Pendler

Wer in Barop auf die S-Bahn wartet, hat es zwar überdacht, aber nicht sonderlich gemütlich. © Michael Nickel

? Wann ist darüber entschieden worden und wie ist der aktuelle Planungsstand?

Im Mai 2019 ist eine entsprechende Vorlage aus der Verwaltung der Stadt Dortmund durch die politischen Gremien gegangen. Unter anderem die Bezirksvertretung Hombruch und abschließend der Rat haben beschlossen, dass dieses Projekt umgesetzt werden soll.
Der VRR ist Aufgabenträger, die Deutsche Bahn ist Bauherrin. Innerhalb des Förderprogramms Stationsoffensive solle die Verlegung des Bahnhofs Barop möglichst als eine der ersten Maßnahmen umgesetzt werden, teilt VRR-Sprecherin Sabine Tkatzik auf Anfrage mit. „Derzeit werden die notwendigen vertraglichen Regelungen erarbeitet. Eine Einschätzung über den zeitlichen Verlauf ist schwer möglich.“ Vor 2023 wird es aber mit der tatsächlichen Realisierung nicht losgehen.

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? Wo genau kommt der neue Haltepunkt hin?

Deutlich weiter nach Norden. Die Anlage soll auf beiden Seiten entlang der bestehenden Gleise der Linie S5, die zwischen Dortmund und Hagen pendelt, entstehen. Genutzt werden dafür die Flächen an der Baroper Bahnhofstraße auf der einen sowie in der Nähe der Straße Luisenglück auf der anderen Seite. Das Gelände soll in Zukunft fast direkt an die Stockumer Straße anschließen.

Ein S-Bahn-Haltepunkt wird verlegt: Das ändert sich für Pendler

Die Gleise sind am Bahnhof in Barop nur über Treppen zu erreichen. In der Unterführung stinkt es häufig nach Urin. © Michael Nickel

? Was soll besser werden am neuen Haltepunkt?

Vor allem soll durch die Verlegung in die Nähe des ÖPNV-Knotenpunktes Barop-Parkhaus die direkte Anbindung zwischen Bus, Stadtbahn und S-Bahn geschaffen werden. Bislang müssen Pendler von den Stadtbahnhaltestellen Harkortstraße und Barop-Parkhaus einige Minuten zu Fuß laufen, um in die S-Bahn steigen zu können.
Entstehen sollen außerdem barriefreie Zugänge zur Stockumer Straße, zur Baroper Bahnhofstraße und zur Straße Luisenglück sowie Rad- und Fußwege entlang der Gleise. Am südlichen Ende des Haltepunktes soll eine Fußgängerbrücke die Verbindung zum neuen Wohngebiet Hombrucher Bogen schaffen. Entlang der Baroper Bahnhofstraße entsteht ein Park-and-Ride-Parkplatz.

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