Der Vorteil dieses Biergartens ist gleichzeitig sein größter Nachteil

hzBiergarten-Test

Ausspannen unter Bäumen – das kann man in vielen Dortmunder Biergärten. Der, den wir in dieser Folge unseres „Biergarten-Checks“ vorstellen, ist ein echtes Juwel. Aber auch schwierig.

Dortmund

, 02.08.2019, 11:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Naturbiergarten nennt sich das Lokal, das wir in dieser Folge unserer Serie „Biergarten-Check“ unter die Lupe nehmen. Und das zurecht. Denn wenn man sich auf der Terrasse umschaut, sieht man in der Tat nur Natur, blick auf den Waldhang zu Füßen der Hohensyburg, den Hengsteysee und die Mündung der Lenne in die Ruhr. Vor allem für Radler und Wanderer ist der Biergarten hier ein beliebtes Ausflugsziel.

Die Lage gibt dem Lokal auch seinen Namen: Es handelt sich um den Biergarten „Zur Lennemündung“.

Die Erreichbarkeit:

Das ist das Problem beziehungsweise der Preis für die idyllische, abgeschiedene Lage: Zu erreichen ist der Biergarten an der Lennemündung nur nach einem langen Fußweg. Die nächsten Parkplätze liegen gut 400 Meter entfernt.

Vom Parkplatz an der Naturbühne beziehungsweise am Campingplatz der Syburger Dorfstraße geht es über einen schmalen, bisweilen auch steilen Fußpfad rund um den Campingplatz zur Lennemündung.

Ebenerdig ist der Biergarten über den Weg am Nordufer des Hengsteysees zu erreichen. Dort gibt es unterhalb der Serpentinen an der Hengsteyseestraße kostenlose Parkplätze, die an schönen Wochenend-Tagen allerdings schnell knapp werden können.

Hier gibt es auch eine Bushaltestelle der Hagener Buslinie 544, die nach Dortmund-Syburg fährt – mit Umsteigemöglichkeit zu den Dortmunder Buslinien 432 und 442. Der 544 fährt allerdings nur nachmittags und abends im Stundentakt.

Beste Alternative ist das Fahrrad: Das Lokal „Zur Lennemündung“ liegt direkt am Ruhrtalradweg. Etwa 70 Prozent der Besucher kommen denn auch mit dem Fahrrad, schätzt Geschäftsführer Carsten Diederich.

Barrierefrei ist der Biergarten nicht zu erreichen. Selbst wenn man den weiten Weg am Hengsteysee-Ufer entlang in Kauf nimmt, muss man von dort einen steilen Weg zum Biergarten schaffen.

Das Angebot:

Selbstverständlich gibt es Pommes (3 Euro) und Curry- oder Bratwurst (2,50 Euro). Aber die Karte hat auch noch mehr zu bieten. Das Angebot reicht vom über Leberkäse mit Spiegelei auf Toast für 4,90 Euro bis zum Nackensteak für 7,90 Euro. Am Wochenende gibt es auch frische Fischgerichte wie Dorade oder Forelle vom Grill (14,90 Euro), unter der Woche diverse Bratkartoffel-Gerichte (ab 7,90 Euro).

Als Bier vom Fass fließt Brinkhoff’s, auch drei Weine stehen zur Auswahl.

Das Pils gibt’s draußen nur im 0,5 Liter-Krug für 3,70 Euro, Wasser im 0,2-Liter-Glas kostet 1,40 Euro. Besondere Spezialität ist ein Allgäuer Büble Edelweißbier. Als „Sommerhits“ werden besondere Schorlen wie Mango-, Maracuja- oder Rhabarberschorle angeboten (0,4 l für 4,20 Euro).

Der Vorteil dieses Biergartens ist gleichzeitig sein größter Nachteil

Deftig: Leberkäse mit Spiegelei auf Toast gehört zu den günstigen Gerichten auf der Speisekarte. © Oliver Volmerich

Die Location:

Die Ausstattung ist rustikal und schlicht. Man sitzt auf Plastikstühlen oder klassischen Bierbänken. Aber es sind auch einige Liegestühle mit Blick auf die Ruhr aufgestellt. Da kann man es schon etwas länger aushalten. Schatten spenden einige Sonennschirme.

Infos

„Zur Lennemündung“, Syburger Dorfstraße 69, Kontakt: Tel. 0175/4861939, Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag ab 11 Uhr, im Frühjahr und Hebst bis etwa 20 Uhr, im Sommer Ende offen.

Platz ist so für etwa 175 Gäste, rechnet Carsten Diederich vor. Wenn es plötzlichen Regen gibt, könnte es eng werden. Im Lokal selbst und einer Laube ist zusammen Platz für 40 bis 50 Leute. Auf der Karte heißt es aber auch: „Bei lang anhaltendem Regen, Sturm oder Unwetter behalten wir uns vor, unser Lokal/Biergarten zu schließen.“

Für Kinder gibt es einen Sandkasten mit Förmchen - immer in Sichtweite der Eltern. Die Toiletten sind zweckmäßig und sauber.

Der Service:

Bei unserem Besuch kümmerten sich gleich mehrere Kellnerinnen und Kellner um die Gäste. Getränke und auch das Essen wurden schnell geliefert. Und man wird freundlich und nett bedient. Die Atmosphäre ist locker und unkompliziert.

RN-Leser haben aber auch schon andere Erfahrungen gemacht, beklagten sich über unfreundliche und unkompetente Behandlung durch das Personal und lange Wartezeiten.

Das sagt das Netz:

4,3 von 5 Sternen geben die Google-Nutzer (175 Rezensionen, Stand 31.7.), 3,5 von 5 gibt es bei Tripadvisor, wo aber auch nur acht Bewertungen vorhanden sind (Stand: 31.7.). Gelobt werden in den Netz-Rezensionen die Natur und die schöne Aussicht. Die Aussagen zu Qualität und Service sind bei den Bewertungen im Internet wenig aussagekräftig, weil in diesem Frühjahr der Betreiber gewechselt hat. Und die Bewertungen sind älteren Datums.

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