Deshalb hat sich eine Nachbarschaftsinitiative für eine Boulebahn am Brunnen entschieden

hzKaiserbrunnenplatz

Die Nachbarschaftsinitiative Kaisern realisiert aktuell ihr neues Wunschprojekt am Kaiserplatzbrunnen. Mit Hilfe der Bezirksvertretung (BV) Innenstadt-Ost entsteht eine Boulebahn-Anlage.

Kaiserstraßenviertel

, 10.08.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Termin für eine standesgemäße Einweihungsfeier der neuen Boulebahn am Kaiserbrunnen steht längst fest – am 25. August (Sonntag) um 16 Uhr sollen bei einem „Spaß-Turnier“ die ersten Kugeln unter der großen Eiche rollen. Aber das soll in Zukunft nicht die einzige Veranstaltung bleiben, bei der die Bahn im Mittelpunkt steht, wenn es nach Katja Subellok von der Nachbarschaftsinitiative Kaisern geht. „Wir wollen, dass die Boulebahn zukünftig in weitere Aktionen und Feste integriert wird“, sagt sie. Allerdings – und darauf legt Subellok Wert – muss man erst einmal sehen, wie sich das ganze Projekt entwickeln wird.

Idee entstand im Vorjahr

Die Idee für eine Boulebahn entstand im vergangenen Jahr, als die Nachbarschaft mit Unterstützung der Bezirksvertretung und des Tiefbauamtes eine Blumenwiese auf dem Platz anlegte. „Regelmäßig mussten die Mini-Pflänzlein gewässert werden. Das Wasser dafür nahmen wir aus dem Brunnen, der damals noch in Betrieb war. Und, um die Wartezeiten zu verkürzen, bis die Gießkannen voll waren, kam jemand auf die Idee doch Boule zu spielen“, erzählt Katja Subellok. Das Spielen aus Langeweile wurde schnell zum regelmäßigen Freizeitspaß, bei dem immer mehr Leute aus der Nachbarschaft zusammenkamen. Warum also nicht gleich auch eine Boulebahn als nachhaltige Einrichtung schaffen?

Im März diskutierte die BV über die Idee. Und obwohl es auch einzelne kritische Stimmen gab, überzeugte letztlich die Idee die Politik doch. „Die BV beteiligte sich am Bau der Bahn mit einer 2500-Euro-Zuwendung“, so Subellok. Geld, das notwendig war, um Material für die Holzumrandung der Bahn anzuschaffen.

Das Tiefbauamt seinerseits war mit Spezialkies zur Stelle, der fachmännisch aufgetragen wurde.

Bahn soll nachhaltig sein

Den Rest der Arbeiten besorgen jetzt die Nachbarn in Eigenregie. „Die Gruppe, die sich hier seit Wochen regelmäßig einbringt, besteht aus 13 Nachbarn.“ Als Gruppe und nicht etwa als Einzelansprechpartner will man in Zukunft auch die Verantwortung für die Boulebahn übernehmen, wie Katja Subellok sagt. Bedenken, dass die Bahn schnell wieder brach liegen könnte, so wie eine ähnliche Anlage im Körner Park, räumt sie aus. Gerade die Einbindung der Anlage in weitere Feste und Nachbarschafts-Aktionen solle dem entgegenwirken.

Die Bahn soll allen Interessierten Spaß, Sport und Kommunikation bieten. Deshalb habe man auch überlegt, Spielkugeln zur Ausleihe demnächst bei einem Kiosk in Brunnenplatznähe zu hinterlegen. Zunächst aber freuen sich die Initiatoren von Kaisern auf das Eröffnungs-Turnier am Monatsende.

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