Die Harkortstraße ist eine unterschätzte Flaniermeile - Insider-Tipps von Alisa (33)

hzSerie: „Straßen voller Leben“

Auf 750 Metern die Angebote einer Kleinstadt – das gibt es auf der Harkortstraße in Hombruch. Wo es sich auf der Flaniermeile besonders hinzugehen lohnt, verrät Anwohnerin Alisa Löffler.

Hombruch

, 01.07.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Wer von der „Hombrucher City“ spricht, meint die Harkortstraße. Die Vielfalt der einladenden Fußgängerzone rund um den Marktplatz gibt es so in mancher Kleinstadt nicht. Ein Highlight ist der Wochenmarkt, der noch mehr Leben in die fußläufige Verkehrsader des Stadtteils pumpt.

Auch Alisa Löffler, Studienrätin an einer Berufsschule außerhalb Dortmunds, weiß es zu schätzen, dass sie alles quasi vor der Haustür hat. Die 33-Jährige stammt ursprünglich aus Aplerbeck und ist vor vier Jahren nach Hombruch gezogen. An die Harkortstraße. Mitten ins Leben.

Alles an Grundversorgung auf 750 Metern

„Die Grundversorgung ist absolut genial hier“, sagt sie und zählt auf: Rewe und Kaufland, der Livestyle Store Dustmann, Boutiquen und Billigläden wie Kodi und Tedi, Reinigung und Reisebüros, Eisdielen und Cafés, Restaurants und Imbissbuden, Ärzte und Apotheken, Bibliothek und Bezirksverwaltungsstelle, Sparkasse und Banken. Alles auf der Harkortstraße, alles und noch mehr auf den 750 Metern zwischen Dustmann und Kaufland.

Ansonsten biete Hombruchs erste Straße eine gute Durchmischung von kleinen und großen Geschäften. „Ich kriege alles hier“, sagt die zugezogene Hombrucherin. Besonders wohl fühlt sich Alisa Löffler auf der Harkortstraße, wenn Markttag ist und die Straße vor dem Marktplatz vor Menschen wimmelt. Immer mittwochs und samstags. Dicht umlagert von Müttern mit ihren Kindern ist dann der Stand mit den frischen Waffeln. „Da ist immer was los.“

Der Kuchen kommt von Fischer am Rathaus

Auch vor den Eisdielen mit ihren Stühlen auf dem Bürgersteig drubbelt es sich, egal ob das Eiscafé Tiziana oder die Hombrucher Eis- und Kuchen Lounge etwas weiter oben auf der Harkortstraße Richtung Dustmann. Alisa Löffler: „Hier gibt‘s auch veganes Eis und ein großes Angebot an Bio. Und der Kuchen kommt von Fischer am Rathaus.“

Vor der evangelischen Kirche neben dem Marktplatz trifft sie Barbara Joswig vom Weltstand Hombruch, die versucht, den Nachhaltigkeitsgedanken im Stadtteil zu etablieren. In Kooperation mit dem Schultenhof haben sie hier auf der Treppe zur Kirche Hochbeete aufgestellt mit heimischem Gemüse. Jeden Samstag ist um 11 Uhr Marktandacht. Nach der „Viertelstunde für Gott“ halten die meist älteren Besucher ein Quätschchen vor der Kirchentür.

Frühstück im „Markttreff“ vom Marktstand

Das Bistro „Markttreff“ – wie der Name schon sagt auch am Markt – gestaltet die Blumenbeete dort immer wieder neu. Alisa Löffler lobt die Mittagskarte mit Hausmannskost wie Kohlrouladen. Mittwoch- und Samstagmorgens gingen die Betreiber des Markttreffs auf den Markt und holten dort Lebensmittel wie frisches Mett und Eier für das Frühstück auf der Speisekarte.

Die Auslagen im kleinen Laden des türkischstämmigen Obst- und Gemüsehändlers kurz vor der Ecke zur Singerhoffstraße sind ein Augenschmaus, immer sehr ansprechend in den Kisten angerichtet. Auch den Hombruch-Imbiss – eine Dönerbude – gibt es schon ewig und drei Tage. „,Leckeres mariniertes Hähnchenfleisch gibt‘s hier“, sagt Alisa Löffler, „der macht die Spieße noch selber.“

In der Fleming-Apotheke gibt’s mittwochs Rabatt

In der Fleming-Apotheke, weiß sie, gibt es immer mittwochs ab 13 Uhr 20 Prozent Rabatt auf alles, das nicht verschreibungspflichtig ist. Relativ neu im unteren Drittel der Hakortstraße sind ein Antik-Zentrum zum Stöbern und ein Brautmodengeschäft. Uwes Teemarkt mit 500 Sorten Tee und Kräutern sind eine Institution, und seit 1927 gibt es die Ross-Schlachterei mit Barf- und Dosenartikeln aus eigener Herstellung.

Witzig findet Alisa Löffler das holländische Kostümgeschäft „Karneval wierts“ neben Kaufland Am Harkortbogen. Und wer nach dem Bummel noch nicht müde ist, kann am untersten Ende der Harkortstraße eine Runde auf der Kartbahn drehen.

Wenn Sie jetzt Lust auf die Harkortstraße haben – hier sind die Insidertipps von Anwohnerin Alisa Löffler:

Die Harkortstraße ist eine unterschätzte Flaniermeile - Insider-Tipps von Alisa (33)

Alisa Löffler (l.) und Barbara Joswig genießen die Sonne auf dem Treppen-Plateau vor der Evangelischen Kirche. © Gaby Kolle

Auf der Kirchentreppe die Seele baumeln lassen

Das ist der Rundumtipp von Alisa Löffler: „Egal, ob man eine Pizza, ein Eis oder Kuchen essen möchte oder einfach mal ein klassisches Frühstück – da findet man in Hombruch rund um den Markt und die Harkortstraße ein Plätzchen zum Verweilen und um die Seele baumeln zu lassen. Selbst an einem Sonntag, wenn alle Geschäfte geschlossen sind, kann man wunderbar auf einer der Bänke unter den Platanen oder auf der Treppe vor der Kirche sitzen und dem Leben zuschauen.“ Besonders schön sei es dort abends im Sommer. Ein herrliches Ambiente zum Runterkommen.

Die Harkortstraße ist eine unterschätzte Flaniermeile - Insider-Tipps von Alisa (33)

Alisa Löffler draußen vor dem italienischen, fast immer gut besuchten Restaurant Buon Gusto direkt am Markt. © Gaby Kolle

Das Restaurant Buon Gusto

„Im Buon Gusto am Markt stimmt das Preisleistungsverhältnis“, so Alisa Löffler. Auch die Generation der Studenten kann dahin gehen, „und man bekommt auch etwas richtig Gutes zu essen. Manchmal holen wir uns auch einfach was. Dazu brauchen wir keinen Lieferdienst anzurufen.“ Man trifft viele bekannte Hombrucher Gesichter im Buon Gusto. Alisa Löffler: „Ich sitze auch gern draußen vor der schönen, von Rosen behangenen Friedhofsmauer.“

Die Harkortstraße ist eine unterschätzte Flaniermeile - Insider-Tipps von Alisa (33)

Alisa Löffler beim Stöbern in ihrer Lieblingsboutique Allegra an der Harkortstraße. © Löffler

Die Boutique Allegra

„Wenn ich etwas für jeden Tag im Job oder in Freizeit suche, gehe ich in die Boutique ,Allegra‘“, so die Hombrucherin. Hier finde man „immer etwas Besonderes, also nicht immer die Standardmarken sondern kleinere Labels, die es in der Stadt nicht gibt, und die nicht jeder hat.“ Von den Mitarbeiterinnen erhalte man fachkundige Beratungen, tolle Unterstützung und Kombinationsmöglichkeiten zwischen Basic und Außergewöhnlichem.

Hier liegen die Tipps von Alisa Löffler:


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