Die Welt vom Skateboard aus erleben - in einer neuen Ausstellung im U ganz ungefährlich

hz„Art of Skate“

Der Platz vor dem Dortmunder U ist ein zentraler Treffpunkt der Skateszene: Zentrum der Subkultur und manchmal Anlass für Ärger. Eine neue Ausstellung will für mehr Verständnis sorgen.

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, 10.05.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„The Art of Skate“ – die Kunst des Skatens - darum geht es in einer aktuellen Ausstellung im Dortmunder U: Auf der Mitmach-Etage UZWEI zeigt die Schau das Potenzial dieser Subkultur und gibt Einblick in die kreativen Prozesse der Bewegung. Entwickelt wurde die Ausstellung gemeinsam mit Mitgliedern der Dortmunder Skate-Szene, Utopia und Skaterinitiative Dortmund.

Die Ausstellung „The Art of Skate“ beschäftigt sich unter anderem mit dem Problem, das Skater und Fußgänger miteinander haben. Sie bietet einen Perspektivenwechsel an, der dazu einlädt, das Skateboarding zu erleben und die Kreativität der Skater zu entdecken.

Mitglieder der Skate-Szene als Experten

Rund ein Jahr lang hat die UZWEI gemeinsam mit einem Kernteam aus acht Mitgliedern der Szene unter Leitung von Lennart Miketta an Ideen und Konzepten für die Ausstellung gearbeitet. Mitgewirkt hat auch das „KiU-Storylab“ des Fachbereich Design der Fachhochschule.

Die Welt vom Skateboard aus erleben - in einer neuen Ausstellung im U ganz ungefährlich

Die Macher der Ausstellung hinter der Skulptur „Spinx“ des spanischen Künstlers Mark Gonzales („The Gonz“), einer Ikone der internationalen Skateszene. © Hauptmann

In 18 Stationen versammelt die Schau Fotografien, Filme, Design, Skulpturen und einen nachgebildeten Skateshop mit Magazinen der vergangenen 20 Jahre. Intermediale Exponate machen das Phänomen Skateboarding „erfahrbar“. Auch wer noch nie auf einem Skateboard gestanden hat, kann unter anderem in einer 360°-Videoinstallation das Gefühl erleben, durch Dortmunds Straßen zu rollen oder einen Trick aus verschiedenen Perspektiven nachverfolgen.

Die Exponate gehen sowohl auf die Geschichte des Skateboardings als auch auf den geschärften Blick der Skater für ihre urbane Umgebung ein. Fotografen und Künstler aus dem Dunstkreis Skateboarding zeigen, wie das Rollbrett ihre künstlerische Entwicklung beeinflusst hat. Die Ausstellung will einerseits das Potenzial von Skateboarding als Kunstform darstellen und andererseits den Dialog von Skatenden und Nicht-Skatenden fördern, zwischen denen es immer wieder Ärger gibt.

Filme und Diskussionen gehören zum Begleitprogramm

Die Ausstellung läuft bis 30. Juni. Sie ist außer montags von 11 bis 18 Uhr geöffnet, Donnerstag und Freitag bis 20 Uhr. Im Begleitprogramm sind zwei Kinofilme im Kino im U zu sehen: Freitag, 17.5. „Kids“ (1995), Freitag 21.6. „Skate Kitchen“ (2018), jeweils 19 Uhr.

Ein Diskussionsabend dreht sich um die soziologischen Seiten des Skateboardings (Freitag, 24.5., 18 Uhr). Mit dem Dortmunder Modelabel Obtain gibt es am 25./26.5. einen T-Shirt-Siebdruckworkshop. Zum Familiensonntag am 2. Juni veranstaltet die Skateboard-Initiative Dortmund eine Skateschule auf dem Utopia-Skate-Gelände am Emil-Moog-Platz.

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