Die Robin-Hood-Ausstellung ist für Familien ein Volltreffer

hzIm Museum für Kunst- und Kulturgeschichte

Er ist ein Liebling der Kinder: Robin Hood. Für sieben Monate kommt der Mittelalter-Held ab Sonntag ins Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Wir verraten Ihnen, ob sich ein Besuch lohnt.

Dortmund

, 30.08.2019, 16:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Torbogen führt in eine riesige Kinderzimmer- und Bilderbuch-Abenteuerwelt. Zu den rund 750 Exponaten der Schau, die aus Speyer kommt und mit Exponaten aus dem Museumsbestand verdortmunderisiert wurde, gehören auch Bodenfunde aus Dortmund – archäologische Schätze wie Trinkgefäße, Schuhe oder Schmuck.

Würde man Kinder und Jugendliche in einem Vitrinenrundgang solche Exponate zeigen, würde der Nachwuchs wohl verschämt gähnen. Aber so, wie die Stücke in dieser Ausstellung präsentiert werden, schauen sie sich auch die jüngeren Besucher bestimmt gerne an. Robin Hood ist der ideale Held, um das Mittelalter mit dessen Alltagskultur darzustellen.

Mit Pfeil und Bogen

Rund 15 Erwachsene hatten am Donnerstag bei der Pressepräsentation richtig viel Spaß, den Spuren des Rächers der Schwachen zu folgen. Und vor allem mit Pfeil und Bogen zu schießen. Diese Station ist der Höhepunkt der Schau. Und mit den Pfeilen dürfen auch ganz junge Besucher schießen, weil sie einen Gummistopfen haben und sich niemand verletzten kann.

Liebevoll und farbenfroh gestaltet ist die Ausstellung mit vielen Mitmachstationen, Klang- und Lichtinstallationen. Rechtsherum geht es ins Dorf – hinein ins bäuerliche Leben. In einer bescheidenen Hütte brutzelt etwas in der Pfanne auf dem Herd, auf dem Holzbett liegen Felle.

Die Robin-Hood-Ausstellung ist für Familien ein Volltreffer

© Julia Gaß

Der Weg links um den kleinen Marktplatz mit Planwagen und Reisekoffer führt in die Stadt, in der eine Festtafel gedeckt ist und wo Handwerker wie ein Schmied und Weber arbeiten. Erklärtexte wie „Vom Schaf zum Hemd“ veranschaulichen, wie im Mittelalter gearbeitet wurde.

Kräuter-Memory und Schattenspiel am Wald

Die Ausstellung zeigt auch, wie und was gespielt wurde. Wie Robin Hood dürfen die Kinder über einen Baumstamm balancieren, mit Pfeil und Bogen schießen oder die Eltern zu einer Partie Kräuter-Memory herausfordern.

Die Robin-Hood-Ausstellung ist für Familien ein Volltreffer

© Julia Gaß

In einem geheimnisvollen Wald leuchten Augen der Tiere – Angst braucht dort keiner zu haben, denn neben der Wand für Schattenspiele stehen die Tiere noch einmal im Tageslicht – und sehen niedlich aus. Ein kleines Kino mit Filmen über die Entwicklung der Legende Robin Hood und Spielstationen mit Tablets hat das Museum auch aufgebaut. Da trifft das Mittelalter auf Multimedia.

Fazit: Es ist eine fantastische Familienausstellung, die das Museum auf gut 1000 Quadratmetern seiner Ausstellungs-Anbau-Halle präsentiert.

Der Held kommt selbst vorbei

Robin Hood besucht die Ausstellung zwei Mal– am Sonntag zur Eröffnung und bei der Museumsnacht am 21. September ab 16 Uhr. Das Museum bietet ein großes Begleitprogramm für Kitas und Schulklassen an. Außerdem gibt es eine Robin-Hood-Bastelmappe (15 Euro), ein Hörspiel auf CD (12 Euro) und Workshops. Hingehen und Spaß haben!
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