Die Rückkehr des Teehauses wird ein Geburtstagsgeschenk für den Westfalenpark

hzNeubau im Westfalenpark

Der Freundeskreis Westfalenpark will ein neues Teehaus für den asiatischen Garten im Park bauen lassen. Auch der Architekt des Neubaus verbindet mit dem Projekt Kindheitserinnerungen.

Dortmund

, 17.12.2018, 14:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als 1959 die erste Bundesgartenschau in Dortmund stattfand, war ein asiatischer Garten natürlich ein Muss. Und das exotische Teehaus, das auf einem kleinen Hügel oberhalb des Buschmühlen-Teichs stand, war neben Florianturm, Buschmühle und Robinson-Spielplatz eine der Attraktionen der Buga und des daraus hervorgegangenen Westfalenparks.

Es gibt wohl kaum einen alteingesessenen Dortmunder, der keine Kindheits- oder Jugenderinnerungen mit dem ostasiatischen Garten verbindet – etwa den Weg über die Trittsteine im Goldfisch-Teich, der zum Teehaus führte.

So geht es auch Andreas Hanke. „Mit meinem Großvater sind wir an jedem Sonntagvormittag in den Park gegangenen. Am Teehaus haben wir immer kehrt gemacht. Dann ging es zurück zum Mittagessen“, erinnert sich Hanke. Für ihn als Architekten war es deshalb eine besondere Aufgabe, Ideen für einen Wiederaufbau des Teehauses zu entwickeln. Denn der alte Bau im asiatischen Stil wurde – nachdem er einige Jahre wegen Baufälligkeit gesperrt war – 2014 abgerissen.

Schon mehrere Anläufe für einen Neubau

„Wir haben seitdem schon mehrfach Anlauf für ein neues Teehaus genommen“, berichtet Westfalenpark-Leiterin Annette Kulozik. Vor zwei Jahren ergriff dann der Freundeskreis Westfalenpark die Initiative für einen Wiederaufbau. „Der kühne Plan geht jetzt auf“, freute sich am Freitag die Freundeskreis-Vorsitzende Monika Grewe.

Die Rückkehr des Teehauses wird ein Geburtstagsgeschenk für den Westfalenpark

Das alte Teehaus im Westfalenpark (Archiv 2012) wurde 2014 abgerissen. © Menne

Eine Spendenaktion wurde gestartet, um die nötige Summe von rund 100.000 Euro zusammenzubekommen. Und es wurde Andreas Hanke mit dem Entwurf für ein neues Teehaus beauftragt. Der ist jetzt Grundlage für den Bauantrag, dem man am Freitag im Park Planungsdezernent Ludger Wilde ans Herz legte.

Vorgesehen ist ein etwa sechs Meter hoher offener Pagodenbau im asiatischen Stil. Ob dabei chinesische oder japanische Einflüsse überwiegen, bleibt wie beim Vorgängerbau bewusst offen. Die gebrannten Tonziegel für das Dach des Holzbaus, der bei einem Fachbetrieb in Schwerte entsteht, kommen auf jeden Fall aus China, kündigte Monika Grewe an. Die ersten Musterziegel sind schon eingetroffen.

Aufbau im Frühjahr 2019

Wenn der Bauantrag genehmigt ist, soll möglichst bald mit dem Bau des Teehauses begonnen werden. Stehen soll es dann möglichst schon zum Beginn der nächsten Parksaison im Frühjahr 2019. „Es ist dann unser Geschenk zum 60. Geburtstag des Westfalenparks“, erklärte Monika Grewe.

Das neue Teehaus kann im Jubiläumsjahr und darüberhinaus dann auch Schauplatz für Veranstaltungen werden. Von Yoga-Training oder Tai Chi bis zum Ballett, meint Andreas Hanke. Auf jeden Fall dürfte der exotische Bau wie schon 1959 für Parkbesucher wieder zu einem beliebten Fotomotiv werden.

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