Diese Ideen haben Hombrucher gegen die leeren Geschäfte im Zentrum

hzLeerstand in Hombruch

Entlang der Harkortstraße fallen an mehreren Orten leere, dunkle Schaufenster auf, die viele Hombrucher gern wieder gefüllt sehen würden. Bei einem Workshop haben sie nach Lösungen gesucht.

von Marc Dominic Wernicke

Hombruch

, 12.10.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was könnte man gegen leer stehende Ladenlokale im Hombrucher Zentrum tun? Mit dieser Frage hat die Studentin Anna-Lena Kleimann für Donnerstagabend (10. Oktober) zu einem Workshop ins Restaurant „Feines“ am Marktplatz eingeladen. Mehr als 15 Teilnehmer waren dem Aufruf gefolgt, um ihre Eindrücke und Ideen auszutauschen.

Das sind die Ursachen für den Leerstand

„Zu den Vorteilen Hombruchs zählt, dass es hier eine hohe Lebensqualität, viele Schulen und wenig Arbeitslosigkeit gibt. Als Nachteil lässt sich anführen, dass die Bevölkerungsstruktur tendenziell recht alt ist“, stellte Kleimann zu Beginn fest. Eine Einschätzung, der sich die unterschiedlichen Teilnehmer von zugezogenen Studenten bis hin zu alteingesessenen Hombruchern anschlossen.

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„Wenn sich ältere Ladeninhaber zur Ruhe setzen, finden sie daher oftmals keinen Nachfolger. Auch die Geschäfte selbst sind für den modernen Bedarf teilweise nur bedingt geeignet. Zwei Drittel sind kleiner als 100 Quadratmeter“, so die Raumplanerin.

Junge Leute brauchen Möglichkeiten im Ort

„Ein weiteres Problem sind die teils hohen Mieten“, hob eine Teilnehmerin hervor, „Wenn eine Monatsmiete allein schon 2000 Euro beträgt, können sich manche gar keine Angestellten mehr leisten.“

Ein Student folgerte: „Wenn mehr Betriebe durch geringere Mietkosten Jobs anbieten könnten, würde es auch mehr junge Leute ins Zentrum ziehen.“ Auch Räume für Start-up-Unternehmen und frische Gastronomiekonzepte wurden erwähnt.

Diese Ideen haben Hombrucher gegen die leeren Geschäfte im Zentrum

Die Teilnehmer diskutierten, wie sich die Attraktivität des Hombrucher Zentrums steigern ließe.

Eine Anwohnerin, die seit 20 Jahren in Hombruch lebt, sah es ähnlich: „Mich schockiert die Entwicklung, dass es hier nicht viel für Jüngere gibt. Wir brauchen nicht nur Optiker, Apotheken und Ärzte, sondern auch Erneuerung.“

Ihr Vorschlag: Neben dem frühen Wochenmarkt am Mittwoch und Samstag könnte es in Hombruch, vielleicht einmal im Monat, auch einen Feierabendmarkt geben, der für Berufstätige praktisch wäre. Für diese Idee gab es in der Runde sogleich viel Zuspruch.

Die Geschäftswelt sollte attraktiver werden

Eine ältere Teilnehmerin wies darauf hin, dass es in Hombruch angesichts der höheren Einkommensstruktur auch Potenzial für Geschäfte im Hochpreissegment geben könnte: „Wir brauchen hier Fachgeschäfte mit attraktiven Schaufenstern und Angebote für Solvente, nicht noch mehr 1-Euro-Läden.“ Darüber hinaus wünschten sich die Teilnehmer auch mehr Kulturangebote, etwa durch eine Wiederbelebung des ehemaligen Luna-Theaters am Marktplatz.

„Der Workshop war aus meiner Sicht ein voller Erfolg. Es gab viele konstruktive Beiträge und reges Interesse an einem weiteren Termin. Dabei kam auch der Wunsch auf, die Politik miteinzubeziehen“, lautet das Fazit von Anna-Lena Kleimann.

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