Dieser Plan soll in Zukunft das Freibad-Chaos in Deusen verhindern

hzParkchaos in Deusen

Das Durcheinander beim An- und Abreiseverkehr der Freibadbesucher in Deusen hat etwas bewegt. Politik und Verwaltung sind aktiv geworden. Dieser Plan soll in Zukunft Abhilfe schaffen.

Huckarde

, 12.07.2019, 15:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei ihrer Sitzung am Donnerstag (12. 7.) waren sich Badbetreiber, DSW21, Polizei, Ordungsamt und Vertreter der Politik einig, dass die Vorkommnisse nach der abendlichen Badschließung in der vergangenen Woche ein Sonderfälle waren. Perfektes Badewetter traf mit der Schließung von drei anderen Bädern zusammen. Trotzdem legte der Zusammenbruch des Verkehrs strukturelle Schwächen in Deusen offen.

Die sollen jetzt kurzfristig für die Sommerferien gelöst werden - und nach den Sommerferien auch langfristig. Das berichtet Bezirksbürgermeister Harald Hudy (SPD) auf Anfrage.

Es gibt mehr Busse

Der Einsatz zusätzlicher Gelenkbusse durch DSW21 hat bereits für Entspannung gesorgt. Nach Badschließung hatten große Menschen-Mengen für Gedränge an den zu wenigen Bussen gesorgt. Jetzt gibt es eine feste Regelung: In der Ferienzeit werden täglich ab 19 Uhr drei zusätzliche Gelenkbusse in Richtung Hauptbahnhof eingesetzt. Das kostet DSW21 8000 Euro.

Das war der erste Schritt. In einem zweiten Schritt soll die Kommunikation verbessert werden. Am Anfang der Benachrichtigungskette soll das Freibad stehen. „Wenn das Wetter in Richtung 30 Grad und wolkenlos geht, und man mit besonders vielen Besuchern rechnen kann, meldet sich das Bad beim Ordnungsamt“, sagt Harald Hudy. Dass der Parkplatz voll ist, werde dann auch über das Radio vermeldet.

Badweg wird abgeriegelt

Dann wird die Verkehrsüberwachung des Ordnungsamtes eingeschaltet. Das kann auch kurzfristig erfolgen, wenn der Andrang unvorhersehbar ist. Verkehrslotsen regeln dann den Verkehr im Badweg und im Stiegenweg. Ist der Freibad-Parkplatz voll, werden die Straßen abgeriegelt. Nur Anwohner kommen dann noch rein. Alternativen für die abgewiesenen Autofahrer gibt es bislang nicht.

Die Erweiterung des bestehenden Parkplatzes oder der Bau eines neuen sind Themen der langfristigen Planungen. Und weil die Mitarbeiter des Ordnungsamtes dann schon da sind, dürfen sich auch Falschparker nicht mehr sicher sein. Da würden nicht nur Knöllchen geschrieben, da werde direkt abgeschleppt, so Hudy. Sein Rat an die Badbesucher lautet: „Kommt mit dem Fahrrad!“

Polizei fährt Streife

Auch die Polizei wird sich in Deusen häufiger zeigen. Auf der Deusener Straße fährt ab sofort am Wochenende ein Streifen-Wagen auf und ab. Die Beamten haben mehrere Aufgaben. Kommt es in Zukunft zum Beispiel zu Gedränge an der Bushaltestelle, sollen sie mit klaren Ansprachen für Ruhe sorgen.

Nach den Sommerferien, so Harald Hudy, gehen die Gespräche weiter. Dann sollen langfristige Lösungen erarbeitet werden. Im Mittelpunkt wird dann die Erweiterung des Parkplatzes stehen.

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