Eltern, Schüler und Lehrer haben für die Digitallisierung der Schulen klare Wünsche. © picture alliance/dpa
Schulumfrage

Digitale Schulen: Was sich Lehrer, Eltern und Schüler wirklich wünschen

Der Stand der Digitalisierung wird von Eltern, Schülern und Lehrern in unserer Schulumfrage kritisch beurteilt. Gleichzeitig ist klar formuliert, was die Gruppen von der Politik erwarten.

Die Umfrage dieser Redaktion zum Stand der Digitalisierung der Schulen macht an vielen Stellen Kritik deutlich. Der kritische Blick ergibt sich aber vor allem aus den aktuellen Bedingungen für digitales Lernen ergibt.

Dabei gibt es genau Vorstellungen davon, was besser werden muss. Die Frage, was sich Schüler, Eltern und Lehrer von der Politik in Sachen Digitalisierung wünschen, ergibt klare Antworten. Wenn auch die Gruppen unterschiedliche Schwerpunkte formulieren.

Eltern wollen, dass sich die Lehrer mehr fortbilden

Auf die Frage „Was wünschen Sie sich von der Politik am meisten?“ lauten bei den Eltern die am häufigsten ausgewählten Antworten in dieser Reihenfolge: „Neue Konzepte für den digitalen Unterricht“ (73 Prozent), „Verpflichtende Fortbildungen für Lehrer (71 Prozent), „Eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitalen Endgeräten“ (66 Prozent).

Häufig ausgewählt wurde außerdem die Antwortmöglichkeit „Endgeräte für alle Schüler“ (64 Prozent).

Schüler sprechen sich für neue Unterrichtskonzepte aus

Bei den Schülerinnen und Schülern ist die Sehnsucht nach neuen Lernkonzepten sogar noch etwas stärker ausgeprägt. Mehr als 60 Prozent der Abstimmenden haben dies als dringlichsten Wunsch angegeben.

Es folgen als weitere Forderungen an die Politik eine bessere Fortbildung für Lehrer und schnelleres Internet an den Schulen.

Lehrer sehen das Problem vor allem in der Ausstattung mit Endgeräten

Aus Sicht der befragten Lehrerinnen und Lehrer ist die Ausstattung aller Schüler mit Endgeräten die vorrangigste Aufgabe. Fast 80 Prozent der Teilnehmenden geben dies als Wunsch an die Politik an.

Schnelleres Internet an den Schulen halten 72 Prozent für wichtig. Rund 61 Prozent wünschen sich, dass neue Konzepte für den digitalen Unterricht entwickelt werden.

Alle drei befragten Gruppen halten Schule unter den aktuellen Bedingungen nicht für den richtigen Ort, um digitale Kompetenzen zu vermitteln.

Digitale Kompetenzen in der Schule? Die Befragten sind skeptisch

Auf einer Skala von 1 bis 10 geben die Eltern hierzu die negativste Einschätzung ab. Sie landen bei einer Durchschnittsbewertung von 3,9 auf die Frage „Wie gut werden in der Schule digitale Kompetenzen vermittelt?“

Lehrer und Schüler sind bei ihre Bewertung etwas optimistischer. Mit einem Durchschnittswert von 4,2 liegen sie aber immer noch weit davon entfernt, die Lage positiv einzuschätzen.

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