Donald, Dagobert und Daisy – eine neue Comic-Ausstellung holt die Ducks nach Dortmund

hzSchauraum Comic + Cartoon

Die Ducks um Donald Duck sind wohl die berühmteste Entenfamilie der Welt. Ihr Zeichner war lange Carl Barks. Um ihn geht es in der neuen Ausstellung „Ente süß sauer“ im neuen Schauraum.

Dortmund

, 07.04.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ob Dagobert Duck, wie er in seinem Geldspeicher schwimmt, oder Donald Duck mit seinen Wutausbrüchen, die seine Neffen Tick, Trick und Track so gerne provozieren. Die Ducks aus Entenhausen sind wahrscheinlich jedem bekannt - und die erfolgreichste Comic-Reihe von Disney. Der Mann hinter dem Erfolg: Carl Barks. Und mit ihm eröffnet der neue Schauraum: Comic + Cartoon an der Stadt- und Landesbibliothek.

Die Idee zu Donald Duck kam schon 1931 auf, als er namentlich in einem Mickey-Mouse-Bilderbuch erwähnt wurde. Damals war der schwerhörige Banks noch harte körperliche Arbeit als Farmer, Holzfäller und Waggonbauer gewohnt. 1935 bewarb er sich als Trickfilm-Zeichner bei Disney - der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Als er nach sieben Jahren Disney wieder verließ, gab es die Welt von Entenhausen noch gar nicht. Nur Donald Duck und seine drei Neffen entsprangen damals seiner Tusche-Feder. In den nächsten 24 Jahren kamen dann mehr und mehr Ducks und McDucks dazu: Onkel Dagobert, die Panzerknacker oder Daisy Duck.

Schauraum als Projekt

Carl Banks ist also ein ehrwürdiger Eröffner des neuen Schauraums: Comic + Cartoon, der an das Museum für Kunst- und Kulturgeschichte angedockt ist, und von der Stadt- und Landesbibliothek, dem Kulturbüro und der Bildungsetage UZWEI im Dortmunder U bespielt wird. Gelegen ist der Schauraum im ehemaligen Ladenlokal von Dortmund Tourismus an der Katharinentreppe.

Der Schauraum ist ein dreijähriges Projekt mit wechselnden Comic-Ausstellungen, beginnend mit „Ente süß sauer“. Als Kurator konnten die Kulturbetriebe nicht nur einen Comic-Experten, sondern auch einen gebürtigen Dortmunder gewinnen: den Künstler Dr. Alexander Braun.

Zu sehen sind 35 Originale, darunter zehn von Carl Barks selbst. Das sind nur ein Bruchteil der Seiten, die der Zeichner selber angefertigt hat: Von circa 6700 Seiten sind nur 200 Originale erhalten geblieben. Besonders sind in der Ausstellung zwei Originalseiten von Barks aus seiner Blütezeit in den 50er Jahren, wovon insgesamt nur noch 30 existieren. Hinzu kommen circa 30 Erstausgaben seltener Original-Publikationen in sechs Vitrinen, darunter Veröffentlichungen aus den 1930er- und 50er Jahren.

Übrigens endete die Zeit der Ducks natürlich nicht mit dem Ruhestand von Barks 1966. Sein Werk führten die Künstler Romano Scarpa (Italien), Daan Jippes (Niederlande), Vicar (Chile), William Van Horn (USA) und Don Rosa (USA) weiter. Jippes wird bei der Ausstellungseröffnung am Sonntag (7. April) anwesend sein.

Zur Sache

Die Ausstellung „Ente süß sauer. Carl Barks und die Folgen“ eröffnet am Sonntag (7. April) um 11 Uhr im Schauraum: Comic und Cartoon, Max-von-der-Grün-Platz 7. Zur Eröffnung signiert Daan Jippes Ausstellungskataloge im Studio B der Stadt- und Landesbibliothek, die für 15 Euro zu kaufen sind (144 Seiten, Hardcover). Die Ausstellung läuft bis 22. September, der Eintritt ist frei.
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