Dortmund bekommt eine neue Sporthalle im Rekord-Tempo

hzSpatenstich in der Gartenstadt

108 Millionen Euro will die Stadt in den nächsten Jahren in die Sanierung und den Neubau von Sporthallen investieren. Beim Neubau in der Gartenstadt ist auch die Zeitplanung bemerkenswert.

Dortmund

, 04.08.2020, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Normalerweise sind Schul-Sporthallen nicht dafür ausgelegt, Rekorde zu erzielen. Bei der neuen Dreifach-Sporthalle an der Gesamtschule Gartenstadt ist aber schon der Bau selbst rekordverdächtig. In nur sechs Monaten soll der Neubau stehen.

Im November 2019 hatte der Rat der Stadt das ehrgeizige Sporthallen-Programm der Stadt beschlossen und damit auch grünes Licht für den Neubau einer Dreifach-Sporthalle auf dem brachliegenden Sportplatz-Gelände hinter der Gesamtschule Gartenstadt gegeben.

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Im Dezember wurde der Auftrag für die Planung des Baus vergeben - jetzt startet das niederländische Unternehmen Pellikaan, das bereits mehrfach in Dortmund aktiv war, mit den Bauarbeiten.

Systembauweise spart Zeit

Die Dreifach-Sporthalle entsteht in Systembauweise, erklärte Andreas Große-Holz als Chef der städtischen Immobilienwirtschaft beim symbolischen Spatenstich am Montag (3.8.). Im Januar 2021 soll sie stehen - sechs Monate nach Baubeginn und 13 Monate nach dem Baubeschluss. Nach herkömmlicher Bauarbeit würde ein Sporthallen-Neubau etwa drei Jahre dauern, rechnete Große-Holz vor.

Zeit spart vor allem, dass man sich an einem schon vorhandenen Muster orientiert. Vorbild für den Neubau in der Gartenstadt ist so die Sporthalle am Sportzentrum am Grüningsweg in Asseln, die gewissermaßen „dupliziert“ wird.

Sportvereine in der ganzen Stadt profitieren von neuer Halle

Freuen können sich über den Neubau in der Gartenstadt aber nicht nur Schüler und Lehrer der benachbarten Gesamtschule, sondern auch Sportvereine in der ganzen Stadt. Denn die neue Dreifach-Sporthalle mit Platz für 199 Zuschauer soll auch als Ausweichhalle dienen, wenn andere Hallen im Stadtgebiet wegen Reparatur- und Sanierungsarbeiten ausfallen.

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„Die zentrale Lage ist für eine Ausweichhalle als Standort ideal, um die Erreichbarkeit aus dem gesamten Stadtgebiet ermöglichen zu können“, sind die städtischen Planer überzeugt.

40 Projekte auf der Liste

Und Hallen-Sanierungen wird es in den nächsten Jahren reichlich geben. Der Neubau an der Gesamtschule Gartenstadt sei „Teil einer viel größeren Geschichte“, erklärte Oberbürgermeister Ullrich Sierau beim Spatenstich-Termin. Investitionen in Schulen und Turnhallen seien das wirkliche Großprojekt, das aus dem städtischen Haushalt finanziert werde.

Aktuell sind 40 Sanierungs- und Neubauprojekte mit Sport- und Turnhallen geplant - für insgesamt 108 Millionen Euro. Dazu gehören etwa Neubauten von Dreifach-Sporthallen am Heisenberg-Gymnasium in Eving für rund 7,15 Millionen Euro und am Schulkomplex in Hörde für knapp 9 Millionen Euro.

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Gleich zwei neue Dreifach-Sporthallen entstehen wie zurzeit an der Kreuzstraße auch an der Burgholzstraße in der Nordstadt und als Ersatz für alte Hallen an der Haferfeldstraße in Brackel.

Größter Einzelposten im Sporthallen-Programm ist die Großhalle für bis zu 3000 Zuschauer neben den Berufskollegs am U-Turm für rund 28 Millionen Euro.

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