Zwangs-Aus wegen Corona: Lösung zur Frage der Kita-Gebühren - gute Nachrichten für Tagesmütter

Coronavirus

Über Wochen müssen viele Eltern die Betreuung ihrer Kinder selbst übernehmen oder neu organisieren, weil Schulen und Kitas geschlossen sind. Jetzt gibt es für sie einen kleinen Trost.

Dortmund

, 17.03.2020, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
In den Kitas bleiben seit Montag die meisten Kleiderhaken leer.

In den Kitas bleiben seit Montag die meisten Kleiderhaken leer. © dpa

Wer seine Kinder wegen der Corona-Sperre nicht in eine Kita oder die OGS schicken kann, soll die Elternbeiträge, die ans Jugendamt gezahlt wurden, für die ausgefallene Betreuungszeit zurückerstattet bekommen. Das kündigte Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger an.

Regelung nach Kita-Streiks

Wie das Versprechen genau umgesetzt werden soll, ist allerdings noch offen. Vorbild ist aber die Regelung, die 2016 nach Streiks in den städtischen Kitas beschlossen worden war, erklärte Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Danach bekommen Eltern bei Kita-Streiks oder Arbeitsniederlegungen in der Offenen Ganztagsschule (OGS) ab dem ersten Streiktag ihre Beiträge zurückerstattet – sofern der Arbeitskampf in der Summe mehr als drei Streiktage umfasst.

Gute Nachrichten gibt es auch für Tagesmütter und -väter, die meist Kinder unter drei Jahren zuhause betreuen. Auch sie sollen ein Ausfallhonorar bekommen, kündigte Daniela Schneckenburger an.

Für die Kindertagespflege gilt ebenso wie für Kitas seit Montag (16.3.) ein formelles „Betretungsverbot“. So soll die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden.

Ausnahmen gibt es nur für Eltern von Kindern, die in sogenannten „systemrelevanten Bereichen“ arbeiten – etwa im Gesundheitswesen und Pflegebereich oder auch bei Polizei und Verwaltung.

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