Darum wird Ihr Paket in ein Industriegebiet geschickt

hzPostfiliale in der Eisenacherstraße

Die Erreichbarkeit der Postfiliale in der Eisenacher Straße wird von einigen Kunden kritisiert. Trotzdem kommen immer häufiger Pakete dort an. Warum?

Dortmund

, 20.09.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bereits im Juni berichteten wir von einer Dortmunderin, die auf den Rollstuhl angewiesen ist und für die das Abholen ihrer Pakete in der Postfiliale an der Eisenacher Straße ein unüberwindbares Hindernis darstellt.

Die Filiale mitten im Industriegebiet ist schlecht angebunden an den öffentlich Nahverkehr und somit nur schwer erreichbar. Trotzdem durften einige Anwohner der Dortmunder City feststellen, dass ihre Pakete mit zunehmender Häufigkeit dort abgeliefert wurden. Einige Kunden zeigen sich darüber mittlerweile verärgert und fragen nach den Gründen.

Wachstumsraten im zweistelligen Bereich

Die Post versuchte gegenüber unserer Redaktion etwas Licht ins Dunkle zu bringen. Es könne schon sein, erklärte Achim Gahr, Pressesprecher der Post, dass einige Kunden, die sonst ihre Pakete an der Kurfürstenstraße oder in anderen Filialen abholen konnten, jetzt zur Eisenacher Straße müssten.

Geschuldet sei das unter anderem dem stark vergrößerten Online-Geschäft während der Pandemie. So verzeichneten nicht nur Online-Versandhäuser wie Amazon oder Otto Rekord-Zuwächse, auch die Post, die einige dieser Pakete zustellt, stellte Wachstumsraten im zweistelligen Bereich fest - auch in Dortmund. Filialen kommen dadurch an die Grenze ihre Lagerkapazitäten.

„Der Fahrer bringt das Paket immer an die nächstgelegen Filiale, die noch Kapazitäten frei hat“, erklärt Gahr. „Das ist kein starres System.“ Pakete würden nicht gezielt nur noch zur Eisenacher Straße kommen, aber die Filiale dort hätte nun mal größere Kapazitäten als andere in Dortmund.

Diverse Optionen den Ablageort zu verwalten

Neben der begrenzten Kapazitäten sei ein weiterer Grund „das alles zu entzerren“, denn wenn nicht auch einige Pakete an die Eisenacher Straße geschickt werden würden, würden die Kunden vor alternativen Filialen in meterlangen Schlangen stehen. „Egal wie man es macht, man macht es falsch“, resümiert Gahr.

Kunden, für die es unmöglich ist zur Eisenacher Straße zu kommen, empfiehlt die Post, vorab einen Ablageort festzulegen. Das könne man dauerhaft veranlassen oder nur für einzelne Sendungen. Sollte der Kunde wissen, dass er nicht zu Hause sein wird, wenn das Paket gebracht wird, könne er auch online unterschiedliche Packstationen angeben.

Ein Teil des nicht starren System, wie Gahr sich ausdrückt, sei auch, dass immer wieder neue Filialen hinzu kommen und andere wegfallen, vielleicht erübrigt sich ja das Problem für manche Dortmunder damit bald.

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