Ford Mustang bleibt nach 180-Grad-Drehung in Hofeinfahrt an Rheinischer Straße stecken

Spektakulärer Unfall

Alkohol, Drogen, Unfallflucht, aber kein Führerschein. Den 24-jährigen Fahrer eines Ford Mustangs erwartet nach einem spektakulären Unfall am Donnerstagabend ein dickes Strafverfahren.

Unionviertel

, 26.03.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach einem Verkehrsunfall steckt ein Auto an der Rheinischen Straße in einer Hauswand fest.

Nach einem Verkehrsunfall steckt ein Auto an der Rheinischen Straße in einer Hauswand fest. © Carolina Meinert

Es kommt einem Wunder gleich, dass bei einem spektakulären Unfall auf der Rheinischen Straße am Donnerstagabend (26.3.) niemand verletzt wurde. Hatte er doch alle Zutaten für einen wesentlich dramatischeren Ausgang: Ein vollbesetztes Auto, ein PS-starker Heckantrieb, ein unerfahrener Fahrer, der keinen Führerschein hat und unter dem Einfluss von Drogen steht.

Ihn erwartet ein jetzt ein Strafverfahren wegen gleich mehrerer Verstöße: wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Fahren unter Einfluss von Betäubungsmitteln und Alkohol und wegen des Verdachts der Verkehrsunfallflucht.

Crash endet in Hofeinfahrt

Kurz vor 18 Uhr wollte der junge Mann mit dem schnittigen Ford Mustang von der Annenstraße im Unionviertel links auf die Rheinische Straße abbiegen. Noch bevor er die Fahrspur stadtauswärts erreichte, verlor er jedoch die Kontrolle über Wagen und Heckantrieb und flog aus der Kurve.

Durch die Beifahrertür konnten die drei Insassen sich aus dem Auto befreien.

Durch die Beifahrertür konnten die drei Insassen sich aus dem Auto befreien. © Kevin Kindel

Der Wagen, in dem nach ersten Erkenntnissen der Polizei noch drei weitere Personen saßen, wurde zunächst auf den grünen Mittelstreifen geschleudert. Hier prallte er gegen einen Baum, wodurch er wiederum in den Gegenverkehr geriet. Hier rammte das Auto einen parkenden BMW und riss mehrere Absperrpfosten mit, bevor es auf dem Gehweg, mit der Front in einer Hofeinfahrt, zu stehen kam.

Nicht nur blieben dabei die Insassen unverletzt, auch verfehlte das Auto nur knapp die zwei Geschäfte, zwischen denen die Hofeinfahrt liegt: Ein Reisebüro und die Union-Apotheke, die zum Unfallzeitpunkt noch geöffnet war.

Insassen gaben sich nicht zu erkennen

Nach dem Aufprall konnten sich der Fahrer und seine drei Mitfahrer, zwei Frauen und ein Mann, über die Beifahrertür befreien. Sie sollen sich dann, so die Polizei, zu Fuß vom Auto entfernt haben. Als die Polizei schließlich eintraf, sollen sie sich zunächst nicht als Unfallbeteiligte zu erkennen gegeben haben.

Die Polizei konnte dennoch den 24-Jährigen als Fahrer ermitteln. Weil er angab, einige Bier getrunken zu haben und er bei einem Speicheltest positiv auf den Konsum von Amphetaminen getestet wurde, wurde er mit auf die Wache genommen. Zudem stellte die Polizei zwei Handys und Kleidung von ihm und seinem mutmaßlichen Mitfahrer sicher.

Als der Abschleppwagen das Auto aus der Einfahrt zieht, zeigt sich der komplette Schaden an dem Auto.

Als der Abschleppwagen das Auto aus der Einfahrt zieht, zeigt sich der komplette Schaden an dem Auto. © Kevin Kindel

Unklar ist aktuell, wem das teure Auto eigentlich gehört - der Halter des Wagens mit Oberhausener Kennzeichen konnte bisher nicht ermittelt werden. Sicher ist jedoch, dass es einen Totalschaden erlitten hat. Als ein Abschleppwagen das Cabrio am Abend barg, offenbarte es eine komplett zerstörte Front. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 65.000 Euro.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt