Dortmund hat nun über 300 E-Ladelaternen „Keine Stadt ist so gut aufgestellt wie Dortmund“

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Das Foto zeigt mehrere an dem Ladelaternen-Projekt beteiligte Personen, die zusammen an einem Laternenlader stehen.
Insgesamt 320 Laternenlader gibt es nun in Dortmund – an den quietschgrünen Lichtsäulen können E-Autos geladen werden. © Roland Gorecki/Stadt Dortmund
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Dortmund ist Spitzenreiter – zumindest, was die Ladeinfrastruktur an Straßenlaternen für E-Autos angeht. 320 sogenannte Laternenlader, die das Stadtbild in quietschgrün aufhellen, gibt es mittlerweile in der Stadt. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Das Projekt „NOx-Block“, welches zentraler Baustein der Smart-City-Strategie der Stadt Dortmund ist, startete im Dezember 2019 mit der ersten grünen Lade-Laterne an der Lippestraße im Kaiserstraßenviertel. Seitdem folgten 319 weitere – die letzte in der Carl-Holtschneider-Straße in der Nordstadt.

Ziel des nun abgeschlossenen Projektes ist es, Elektromobilität attraktiver zu gestalten und E-Autofahrer ohne eigene Lademöglichkeit zu unterstützen. Darüber hinaus geht es aber auch darum, Stickoxid-Emissionen zu verringern.

Ladepunkte in alten Laternen

Die Ladepunkte wurden in bereits bestehende Straßenlaternen integriert, durch den knallig-grünen Anstrich gut zu erkennen, heißt es in der Mitteilung der Stadt. E-Fahrzeuge können mit einem Standard-Ladekabel Typ II aufgeladen werden. Bezahlt werden könne mit einer DEW21-Kundenkarte oder aber auch mit Smartphone via Direct Payment.

„Eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur ist Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen E-Fahrzeuge nutzen. Mit dem NOx-Block-Projekt wollen wir in erster Linie jene Personen erreichen, die keine eigene Lademöglichkeit zuhause haben“, wird Sylvia Uehlendahl, Leiterin des Tiefbauamts, in der Mitteilung zitiert.

Als Standorte seien dicht besiedelte Quartiere mit vorwiegend Mehrfamilienhäusern ausgewählt worden. Zudem sei eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ein weiteres Kriterium gewesen.

Dortmund ist Vorreiter

Rafael John Santiago aus dem Innovations-Büro der Stadt betont die Vorreiterrolle Dortmunds: „In Deutschland gibt es keine andere Stadt, die bei der Ladeinfrastruktur an Laternen so gut aufgestellt ist wie Dortmund.“

Die grünen Lader hätten dem Ausbau einen massiven Aufschwung gegeben. Durch den niederschwelligen Zugang zu den Ladenpunkten erreiche man sehr viele Menschen.

Laut DEW21-Geschäftsführer Peter Flosbach helfe das Modellprojekt herauszufinden, in welchen Bereichen die Nachfrage besonders hoch sei, damit der weitere Ausbau aus der Perspektive der Kunden optimal geplant werden könne. Erste Projekte für 2023 seien schon auf dem Weg.

Bisher keine E-Parkplätze

Ein Parkverbot für „normale“ Autos scheint es unter den besonderen Laternen bisher aber nicht zu geben: „In den kommenden Monaten werden 20 Prozent der neuen Laternen als Ladeparkplätze für E-Fahrzeuge reserviert. Die Blockade der Elektrotankstellen durch konventionell betriebene Fahrzeuge soll so gezielt reduziert werden,“ heißt es in der Mitteilung.

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