Dortmund lässt liefern: Cabdo Food wächst mit zweiter Corona-Welle

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Die App Cabdo Food, die Essens-Lieferung aus Dortmunder Restaurants anbietet, war eine spontane Reaktion auf die erste Welle der Corona-Pandemie. Jetzt nimmt die Dienstleistung wieder Fahrt auf.

Dortmund

, 31.10.2020, 11:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit dem neuen Teil-Lockdown schließen im November auch wieder die Gastronomiebetriebe. Dennoch müssen Dortmunder nicht auf das Essen eines guten Restaurants verzichten; denn es gibt seit Anfang April den Lieferservice per App Cabdo Food. Er öffnet die Küchentür zu Restaurants wie Overkamp, Carlos, Emil und Jägerheim und ermöglicht es so Gästen, sozusagen zu Hause Essen zu gehen.

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Kunden, die sich nach dem Essen ihres Stammrestaurants sehnen, haben über die Cabdo-App die Möglichkeit, ein Partner-Restaurant auszuwählen, die Speisekarten einzusehen, eine Bestellung zu tätigen und die Speisen liefern zu lassen oder sie selbst beim Restaurant abzuholen. Der Mindestbestellwert liegt meist bei 25 Euro und die Bringpauschale bei 3 Euro.

Inzwischen 13 Anbieter

Für diese Dienstleistung wurde die App von Cabdo, eine Mischung aus privatem Fahrdienst und Taxivermittlung, erweitert zur Plattform für Essensbestellung, die offenbar nachgefragt ist. Waren es zum Start im Frühjahr fünf ausgewählte Restaurants, die an die App angeschlossen waren, sind es inzwischen 13. „Und seit Bekanntgabe des neuen Teil-Lockdowns am Mittwoch haben bereits drei oder vier weitere Gastronomen angefragt“, berichtet Cabdo-Gründer und -Geschäftsführer Wladislaw Tepliakov auf Anfrage.

Der vergangene April sei zwar bisher der stärkste Monat für Cabdo Food gewesen, sagt Tepliakov, doch das Angebot hat sich weiter positiv entwickelt: „Wir erwarten im November einen Ansturm, den wir so noch nicht gesehen haben.“ Viele Nutzer seien Stammkunden geworden, knapp 40 Prozent hätten schon zweimal über die Plattform bestellt. Tepliakov: „Und wir hoffen, dass mit dem aktuellen Lockdown neue Kunden zu uns finden.“

Neuer Schwung mit jedem neuen Gastronom

Anfangs habe es die Sorge gegeben, dass mit jedem neuen Restaurant, was auf die Plattform komme, der Kuchen für die teilnehmenden Gastronomien kleiner werde, weil sie sich gegenseitig Kunden wegnehmen könnten. Das habe sich aber nicht bestätigt, so der Cabdo-Geschäftsführer, sondern im Gegenteil: „Wir haben gemerkt, dass jeder zusätzliche Gastronom zusätzlichen Schwung reinbringt. Deshalb werden wir weiter neue Gastronomiebetriebe auf die Plattform nehmen.“

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Allerdings, betont Tepliakov, dass die Restaurants und ausgewählte Anbieter wie zum Beispiel der Filetshop zu den gehobenen Ansprüchen von Cabdo Food passen müssen: „Wir wollen kein zweites Lieferando werden. Wir achten auf Qualität und richten uns an Gastronomen, die eigentlich keinen eigenen Lieferdienst haben.“

Man merke schon, dass auch Gastronomen, die schließlich das neue Außer-Haus-Geschäft in ihren betrieblichen Ablauf integrieren müssen, den Vertriebskanal über die App zunehmend ernst nehmen, sagt der Geschäftsführer: „So hat Overkamp zum Beispiel angefangen, auch Gänsebraten über uns anzubieten.“

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Ein kleiner Ausgleich für Corona-Verluste

Laut Tepliakov hat die Cabdo-App mittlerweile 40.000 Nutzer, was die klassische Personenbeförderung in einer Limousine mit Fahrer betrifft. Im vergangenen April seien 15 bis 20 Prozent der Dienstleistung auf Cabdo Food entfallen. Sie biete dem Unternehmen auch die Möglichkeit, Verluste durch Corona ein wenig aufzufangen; denn das Fahrgeschäft lebe hauptsächlich von Gastronomien, Veranstaltungen und Tourismus – alles Bereiche, die jetzt wieder runtergefahren werden. „Auch uns ist das Geschäft weggebrochen“, sagt Tepliakov, „doch die Politik hat bislang die Personenbeförderungsbranche nicht auf der Karte.“

Lieferdienst

Diese Restaurants und Fleischlieferanten machen mit:

  • Doppeltsolecker
  • Kimbabbox
  • Cocktails by Cabs-Team
  • Emil
  • Der Filetshop
  • Sausalitos
  • Fukuoka Sushi-Club
  • Jägerheim
  • Best Friends
  • Carlos
  • Albero Verde
  • Overkamp
  • Vetro
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