Nur wenige Kunden in Fitnessstudios - Betreiber sehen es als gutes Zeichen

hzCorona-Lockerungen in Dortmund

An Tag 1 nach dem Ende der Corona-Zwangsschließung blieb der große Ansturm auf die Fitnessstudios in Dortmund aus. Für die Betreiber ist das jedoch erst einmal ein gutes Zeichen.

Dortmund

, 11.05.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gewichte in die Höhe stemmen, mehrere Kilometer auf dem Laufband laufen oder Übungen auf dem Crosstrainer absolvieren - wer nicht das passende Gerät zuhause hat, der musste auf derlei Fitnessübungen in den vergangenen Wochen schmerzhaft verzichten. Doch jetzt kann aufgeatmet werden. Seit Montag haben die Fitnessstudios in Dortmund wieder geöffnet. Jedoch unter besonderen Voraussetzungen.

Die Vorkommnisse und Bilder aus Köln haben auch in Dortmund schnell die Runde gemacht. In der Domstadt hatte sich vor der Filiale einer Fitnessstudio-Kette schon in der Nacht auf Montag (11.5.) eine lange Warteschlange gebildet. Die Einhaltung der Abstandsregeln? Kaum vorhanden.

Maßnahmen stoßen auf Verständnis

In Dortmund gab es solche Bilder hingegen nicht zu sehen. „Die Menschen waren zu Beginn erst etwas verunsichert, aber es haben sich alle an die Regeln gehalten“, erklärt Timo Ribnikar vom Fitnessstudio Injoy. Sowohl die Trainer als auch die Kunden seien froh, dass die Betriebe endlich wieder aufmachen könnten. „Deshalb ist es einfach auch im Interesse der Kunden, die Maßnahmen einzuhalten. Und das Verständnis war bei allen groß“, so Ribnikar.

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Unterdessen sind die Sicherheitsmaßnahmen in den Fitnessstudios sehr zahlreich. So wird beispielsweise die Kundenanzahl im Geschäft begrenzt, das Duschen und Umziehen in den Fitnessstudios ist untersagt und Geräte, die nur schwer zu desinfizieren sind, bleiben gesperrt.

„Besucherzahlen wirklich schwach“

Außerdem muss auf den Laufwegen und bei Gesprächen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, betont Uwe Schnier von der Turnhalle „Die Fitnesslounge“: „Beim Training gibt es allerdings keine Maskenpflicht. Wer sich damit aber auch bei den Übungen sicherer fühlt, der kann natürlich eine Maske tragen.“

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Unterdessen könne von einem Kundenansturm keine Rede sein, betont Schier. „Für einen Montag sind die Besucherzahlen heute wirklich schwach. Das hätte ich durchaus etwas anders erwartet.“

Kapazitäten können noch erweitert werden

Ähnlich ist die Situation bei der Fitnessstudio-Kette FitX. Hier lässt man vorsorglich sogar weniger Menschen in die Filialen als eigentlich möglich. Das hat einen Grund: „Wir möchten erst einmal schauen, wie der Betrieb wieder anläuft. Und falls die Nachfrage dann sehr groß sein sollte, können wir immer noch reagieren und zusätzliche Kunden hineinlassen“, so Sprecher Alexander Morel.

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Am Montag (Stand: 16 Uhr) sei die Anzahl der Trainingsgäste allerdings überschaubar gewesen und auch mit der Umsetzung der Schutzvorkehrungen habe es laut Morel keine Probleme gegeben. „Die Freude, endlich wieder trainieren zu können, führt natürlich auch dazu, dass die Leute darauf achten, die Vorgaben einzuhalten. Denn eine neuerliche Schließung möchte niemand“.

Vereinzelt gibt es wartende Kundschaft

Wartende Kunden gab es hingegen bei Kabra Fitness an der Rheinischen Straße, wie Trainer Oliver Wicht erklärt. Das seien allerdings nur vereinzelte Mitglieder gewesen, die schon vor Ladenöffnung auf den Einlass gewartet hätten. „Wir haben grundsätzlich viele Anfragen von Mitgliedern, welche Dinge sie zu beachten haben und ob besondere Maßnahmen erforderlich sind. Die Menschen sind vorsichtiger.“

Bei bestimmten Fitness-Kursen ergreife man derweil zusätzliche Vorkehrungen. „Wir reduzieren nicht nur die Teilnehmerzahl, sondern weisen jedem Mitglied auch seinen eigenen Platz zu. Auf diese Weise können wir den Abstand gut aufrechterhalten“, betont Wicht.

Betreiber und Trainingsgäste scheinen sich momentan jedenfalls einig zu sein: Weitere Wochen mit verschlossenen Fitnessgeräten möchte in Dortmund scheinbar niemand riskieren.

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