Dortmund überschreitet erstmals kritischen Corona-Inzidenzwert von 35

Coronavirus

Diese Meldung wollten alle Dortmunder vermeiden: Am Samstag (10.10.) liegt die 7-Tage-Inzidenz der Stadt erstmals über 35. Das hat Konsequenzen für private Feiern.

Dortmund

, 10.10.2020, 17:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Überschreiten der Grenzwerte kann zum Beispiel eine Ausweitung der Maskenpflicht auf Fußgängerzonen bedeuten.

Das Überschreiten der Grenzwerte kann zum Beispiel eine Ausweitung der Maskenpflicht auf Fußgängerzonen bedeuten. © dpa

In Hagen, Hamm, Herne und dem Kreis Recklinghausen lag die 7-Tage-Inzidenz bereits über 50, im Kreis Unna und in Bochum ist die 35er-Marke überschritten. Die Stadt Dortmund meldet am Samstag (10.10.) einen Wert von mehr als 35 - wie hoch er genau ist, wolle man „später veröffentlichen“, wie es heißt. Nach Berechnungen unserer Redaktion liegt er bei 35,7.

46 positive Testergebnisse sind am Samstag laut Stadtverwaltung dazugekommen. Vier Fälle gehören zu Reiserückkehrern aus Risikogebieten. Beim Großteil handele es sich um Einzelgeschehen ohne Zusammenhang zu Gemeinschaftseinrichtungen.

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Durch das Überschreiten des 7-Tages-Inzidenzwertes von 35 dürfen nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW an besonderen privaten Festen wie Hochzeitsfeiern nur noch maximal 50 Personen teilnehmen. Das Land Nordrhein-Westfalen will mit dieser Einschränkung die weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie verlangsamen.

„Ordnungsamt wird die Einhaltung kontrollieren und durchsetzen“

Gerade Zusammenkünfte und Feiern im privaten Bereich entpuppen sich laut Stadtverwaltung immer mehr als wesentliche Quelle für die Verbreitung des Virus: „Das Ordnungsamt wird die Einhaltung dieser Regelung kontrollieren und auch durchsetzen.“ Für Samstag (10.10.) angemeldete und genehmigte Feiern mit bis zu 150 Gästen können jedoch noch stattfinden.

Die 7-Tage-Inzidenz für Dortmund entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohnern. Um lokale Ausbruchsereignisse rechtzeitig eindämmen zu können, wurde für die 7-Tage-Inzidenz ein Schwellenwert von 50 sowie als „Frühwarnsystem“ ein Signalwert von 35 festgelegt.

Inzwischen gelten 371 Dortmunder als aktuell infiziert

Insgesamt liegen nun 2365 bekannte Infektionen in Dortmund vor. 1973 dieser Menschen haben die Erkrankung nach Schätzungen der Stadtverwaltung bereits überstanden und gelten als genesen, sodass 371 Menschen als aktuell infiziert gelten.

Zurzeit werden in Dortmund 22 Corona-Patienten stationär behandelt, darunter eine Person intensivmedizinisch (ohne Beatmung). Laut Stadtverwaltung gibt es bislang 14 Todesfälle im ursächlichen Zusammenhang mit Covid-19. Weitere sieben infizierte Patienten seien aufgrund anderer Ursachen gestorben.

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