Neue Corona-Regeln

Dortmund verschärft Maskenpflicht – viele beliebte Orte betroffen

Die Stadt Dortmund zieht Konsequenzen aus dem großen Andrang auf Parks und Grünanlagen in den vergangenen Tagen. Sie weitet die Maskenpflicht aus. Betroffen sind viele beliebte Treffpunkte.
Am Phoenix-See war der Mindestabstand zu anderen Personen nicht überall gegeben. Einige Personen haben auch keinen Mund-Nasen-Schutz getragen oder waren offenbar mit mehr Menschen unterwegsn, als es erlaubt ist. © Kevin Kindel

Riesengroß war bei Vorfrühlings-Wetter am vergangenen Wochenende der Andrang an beliebten Ausflugsorten wie etwa dem Phoenix-See. Auf vielen Wegen war es so eng, dass das Abstandsgebot nicht eingehalten werden konnte.

Die Stadt Dortmund zieht daraus jetzt Konsequenzen und weitet für die Wochenenden die Maskenpflicht aus. „Betroffen davon sind besonders frequentierte Freizeit- und Parkanlagen“, teilte die Stadt am Donnerstag (25.2.) mit. Aktuell gilt die Maskenpflicht schon in Fußgängerzonen im Stadtgebiet und im Umfeld von Geschäften.

Die neue, verschärfte Regelung bedeutet: Ab Samstag (27.2.) gilt an vielen Orten samstags, sonntags und feiertags jeweils von 12 bis 18 Uhr auf allen Wegen Maskenpflicht. Betroffen sind der Rundweg um den Phoenix-See und die großen Parks: Fredenbaumpark, Westpark, Rombergpark, Revierpark Wischlingen und Hoeschpark. Eine Ausnahme gilt abseits der Wege, etwa auf Wiesen. Dort darf die Maske unter Einhaltung der Abstandsregeln abgenommen werden.

Eine besondere Regelung gibt es für den Westfalenpark: Weil dort über die Eingänge der Besucherandrang gesteuert werden kann, muss nur dann eine Maske getragen werden, wenn es nicht möglich ist, den Mindestabstand einzuhalten. Maske tragen müssen auch Eltern oder Begleitpersonen der Kinder auf den Spielplätzen.

Inzidenzwert soll weiter gesenkt werden

Ziel der Maßnahmen sei es, einen Corona-Inzidenz-Wert von unter 50 zu erreichen, erklärt die Stadt. Das war zwischenzeitlich schon einmal der Fall. Zuletzt war die 7-Tage-Inzidenz aber wieder auf Werte um die 60 gestiegen.

Man wolle die Bevölkerung weiter sensibilisieren und auf die Gefahren durch das Coronavirus hinweisen. Deshalb appelliere man an alle Bürgerinnen und Bürger, in den stark frequentierten Bereichen Masken zu tragen, um sich und andere zu schützen, heißt es.

Neue Sorgen haben die Erfahrungen vom Wochenende ausgelöst, an dem bei warmen Temperaturen an beliebten Ausflugszielen zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Regeln, insbesondere gegen das Abstandsgebot, festgestellt wurden.

„Wir freuen uns zwar alle über das schöne Wetter und den kommenden Frühling, wir dürfen aber dennoch nicht unachtsam werden. Deshalb müssen wir leider an den Wochenenden und Feiertagen die neuen Maßnahmen für die beliebten Ausflugsziele ergreifen“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Westphal. „Die Corona-Regeln wie Abstand halten, reduzierte Kontakte und das Tragen des Mund- und Nasenschutzes spielen bei der Bekämpfung des Virus weiterhin eine bedeutende Rolle.“

Hilfreich wäre es auch, wenn nicht alle zu den bekanntesten Ausflugszielen fahren, sondern auch versuchen, auf andere Orte auszuweichen. Es gebe in Dortmund rund 280 Grün- und Parkanlagen mit einer Gesamtfläche von 640 Hektar, dazu viele Wälder und Landschaftsschutzgebiete. Auch die Friedhöfe werden als „nichtalltägliche Ausflugsziele“ empfohlen.

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