Dortmunder bei Bares für Rares: „Richtig geil!“

hzZDF-Show

Häufiger angesprochen als gedacht wurde Rasmus Hasse auf seinen Auftritt bei „Bares für Rares“. Im Gespräch erzählt der Dortmunder von seinen TV-Erfahrungen und Moderator Horst Lichter.

Dortmund

, 08.10.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der 51-jährige Rasmus Hasse aus Dortmund war vergangene Woche bei der ZDF-Show „Bares für Rares“ zu sehen. Mitgebracht in die Sendung für Antiquitäten und Kuriositäten hat der Dortmunder drei Lampen: Groß, grün und von einem bekannten Möbeldesigner. Das leuchtende Kakteen-Trio der Firma Flötotto hat Hasse 450 Euro eingebracht. Und seine erste Fernseherfahrung.

Bei Internet-Recherchen hohen Wert der Lampen festgestellt

„Ich bin ja nicht so die Rampensau“, sagt Rasmus Hasse. Trotzdem war er zufrieden mit seinem Auftritt in der ZDF-Sendung. Auch wenn er sich beim nächsten Mal etwas aufrechter hinstellen würde: „Man sieht ja erst danach, wie man eigentlich da steht.“

Das lag aber auch an seiner Aufregung: Es war Hasses erster Fernsehauftritt. Vorher war er zwar schon einmal in der Sendung „Zimmer frei“ - jedoch nur als Publikumsgast.

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Seine kuriosen Lampen wollte Rasmus Hasse eigentlich im Internet verkaufen. Gepasst hatten sie nicht mehr in die neue Wohnung. „An einem stillen Sonntagnachmittag wollte ich die Lampen bei Ebay Kleinanzeigen online stellen. Dann habe ich mal geschaut, wie viel ich dafür kriegen könnte“, sagt Hasse. „Und dann hat’s ,klick’ gemacht.“

Preise bis zu 400 Euro kursierten im Netz. Ein Kollege bei der Feuerwehr hat ihm den Tipp gegeben, es mal bei der ZDF-Show Bares für Rares zu versuchen.

Viele Wochen lagen zwischen Bewerbung und Ausstrahlung

Um in der Show auftreten zu dürfen, musste Rasmus Hasse sich zunächst online bewerben und Fotos der Lampen an die Redaktion schicken. Danach wurde etwa eine Dreiviertelstunde mit ihm telefoniert, er hat weitere Fotos geschickt – von ihm und auch den Lampen.

Beworben hatte sich Hasse bereits Mitte März. Anfang Juli wurde gedreht. Ende September lief die Sendung mit dem Dortmunder nun im ZDF. Ein langer Prozess, der auch der Corona-Pandemie geschuldet war. Zwischenzeitlich konnte im Studio nicht gedreht werden.

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Bekommen hat Hasse für seine Lampen nicht den geschätzten Höchstwert des Experten von 800 Euro. „Das sind ja raffinierte Typen, die da sitzen. Da hätte ich, glaube ich, keinen Cent mehr bekommen“, sagt Rasmus Hasse und ist zufrieden mit dem Preis von 450 Euro. „Ist ja nur ein Stück Plastik.“

Die Kakteen-Lampen haben einen bekannten Hersteller: Elmar Flötotto.

Die Kakteen-Lampen haben einen bekannten Hersteller: Elmar Flötotto. © Privat

Aber der Name macht das „Stück Plastik“ wertvoll. Flötotto ist eigentlich bekannt für Schul-Möbel. Elmar Flötotto hat ab 1970 auch Lampen entworfen. „Die Lampen waren wirklich speziell, die kann nicht jeder gebrauchen“, sagt Hasse.

Moderator Horst Lichter war „richtig geil“

Der Running Gag in der Sendung war die Frage, ob es sich denn jetzt bei den Lampen um Kakteen oder doch um Gurken handele - um Spreewaldgurken nämlich, denen die grünen Gebilde doch irgendwie ähneln. „Als ich die Lampen gekauft habe, gab es noch gar keine Spreewaldgurken“, sagt Hasse. Das Gefühl, dass sich dabei über ihn lustig gemacht wurde, hatte er jedoch nicht.

Den Moderator Horst Lichter fand Rasmus Hasse „richtig geil“. Seine tiefenentspannte Art hat dem Dortmunder die Aufregung genommen. Generell fand Hasse es „hochinteressant, das alles mal mitzuerleben“. Auch wenn er vor dem Dreh sein eigenes Polo-Hemd gegen eins der Produktion austauschen musste, das kein Marken-Logo zeigte.

Die Frage, ob der Dortmunder noch weitere Schätze im Keller oder auf dem Dachboden liegen hat, muss Hasse verneinen. „Ich hab noch einen ausgestopften Wildschweinkopf“, sagt er und lacht.

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