Dortmunder demonstrieren an Reinoldikirche für Aufnahme von Geflüchteten

EU-Außengrenze

Mit einer Mahnwache an der Reinoldikirche will der Verein „Seebrücke“ für eine Aufnahme von Geflüchteten eintreten. Aktuell harren tausende an der türkisch-griechischen Grenze aus.

Dortmund

, 04.03.2020, 21:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rund 200 Teilnehmer hatte die Demonstration an der Reinoldikirche laut der Polizei.

Rund 200 Teilnehmer hatte die Demonstration an der Reinoldikirche laut der Polizei. © Kevin Kindel

Etwa 200 Menschen haben laut Schätzung der Polizei am Mittwochabend von etwa 18 bis 19 Uhr vor der Reinoldikirche für die Aufnahme von Asylsuchenden an der griechischen Grenze demonstriert. Aufgerufen hatte die Dortmunder Gruppe des Vereins „Seebrücke“.

Tausende auf der Flucht

Anlass der Demonstration sind mehrere tausend, möglicherweise zehntausende Menschen, die aktuell Asyl in der Europäischen Union suchen und an der griechischen Grenze festsitzen..

Ausgelöst wurde die massive Fluchtbewegung, nachdem die türkische Regierung verkündet hatte, entgegen des mit der EU ausgehandelten Abkommens, die Grenzen für Flüchtlinge, die in die EU wollen, zu öffnen.

Viele von ihnen versuchen nun über Griechenland einzureisen. Das Land will jedoch keine weiteren Geflüchteten aufnehmen. So kommt es aktuell zu einem Andrang auf die EU-Außengrenze zwischen Griechenland und der Türkei.

Aufnahme der Asylsuchenden gefordert

„Schutzsuchende kommen nicht weiter, sind lebensbedrohlichen Bedingungen ausgesetzt, medizinische Versorgung oder sonst irgendwelche Infrastruktur gibt es nicht.“ So beschreibt „Seebrücke“ die Situation an der türkisch-griechischen Grenze.

Die Demonstranten fordern eine Aufnahme der Asylsuchenden und eine gerechte Verteilung in der EU. In Deutschland hätten sich bereits 100 Kommunen bereit erklärt, weitere Geflüchtete aufzunehmen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt