Dortmunder Kiosk wird im Wochenrhythmus überfallen – Täter bewaffnet

hzRaubüberfall

Ein Dortmunder Kiosk war in der Vergangenheit immer wieder das Ziel von Überfällen. In der Nacht auf den 20. November ist es schon wieder passiert. Doch jetzt könnte es besser werden.

Kaiserstraßenviertel

, 20.11.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Männer haben in der Nacht auf den 20. November (Mittwoch) einen Kiosk in der Dortmunder Innenstadt überfallen. Die Polizei konnte einen Tatverdächtigen wenig später festnehmen.

Der 24-Stunden-Kiosk an der Kaiserstraße war bereits etliche Male das Ziel von Raubüberfällen. Die Festnahme lässt die Hoffnung aufkeimen, dass es nun etwas ruhiger in diesem hinteren Teil der Kaiserstraße wird.

Täter drohten mit einer Schusswaffe

Bei dem aktuellen Überfall betrat ersten Ermittlungen zufolge das Duo den Kiosk gegen 0.20 Uhr. Sie bedrohten die beiden Angestellten mit einer Schusswaffe und forderten Bargeld. Mit ihrer Beute – einem geringen dreistelligen Betrag – flüchteten sie anschließend in Richtung Norden.

Die Polizisten suchten daraufhin umgehend den Nahbereich ab. In einer Kleingartenanlage zwischen Hallescher Straße und Güntherstraße konnten sie schließlich einen der Männer festnehmen.

Der 18-jährige Dortmunder fiel den Beamten sofort auf, da er bei winterlichen Temperaturen nur im T-Shirt unterwegs war. Der Tatverdächtige wurde noch am selben Tag einem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen zum zweiten Täter dauern an.

Letzter Vorfall liegt erst eine Woche zurück

Zuletzt hatte am 12. November (Dienstag) ein Unbekannter den Kiosk ausgeraubt. Auch diese Tat ereignete sich mitten in der Nacht, und auch dabei erbeutete der Täter einen niedrigen dreistelligen Geldbetrag. Er war mit einem schwarzen Tuch maskiert und ebenfalls mit einer Pistole bewaffnet.

Dortmunder Kiosk wird im Wochenrhythmus überfallen – Täter bewaffnet

Der Kiosk-Inhaber überwacht seinen Laden mit Kameras. © Michael Nickel (A)

Der 24-Stunden-Kiosk an der Kaiserstraße 203 war auch vorher mehrmals ausgeraubt worden. Manchmal liefen Diebe einfach nur mit Beute aus dem Regal davon, aber allzu häufig waren die Täter auch mit einem Messer, Reizgas oder Schusswaffen ausgerüstet und gezielt auf das Bargeld aus der Kasse aus.

Videokameras schrecken die Täter nicht ab

Die meisten Taten ereigneten sich spät in der Nacht, wenn die anderen Trinkhallen geschlossen sind. Der Kiosk an der Kaiserstraße 203 gehört zu den wenigen, die 24 Stunden lang geöffnet haben, und das an 365 Tagen im Jahr.

Der Inhaber gibt an, seinen rund 20 Quadratmeter großen Laden bereits mit acht Videokameras ausgestattet zu haben, deren Aufnahmen er nach jeder Tat der Polizei zur Verfügung stellt. Er kündigte an, seine Sicherheitsmaßnahmen noch weiter zu verstärken.

Die Polizei, die die Vorfälle bestätigt, sagt mit Verweis auf die polizeiliche Kriminalstatistik für Dortmund, Diebstähle in Kiosken, Verkaufsräumen, Selbstbedienungsläden, Warenhäusern und aus Schaufenstern/Vitrinen hätten nicht zugenommen. Die Statistik zählt 6.257 Fälle für 2018, was einen Rückgang um 445 gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Die Zahl der Raubüberfälle auf Kioske weist die Kriminalstatistik nicht eigens aus; die auf Tankstellen und Spielhallen allerdings hat zugenommen.

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