Nach Baumfällungen: Kreuzviertel-Anwohner klagen über „Stolperfallen“

hzLiebigstraße

Im Kreuzviertel wurden 2019 Bäume gefällt und neue eingepflanzt. Dabei wurde der Bürgersteig geöffnet - und bisher nicht wieder verschlossen. Anwohner beschweren sich nun öffentlich.

von Daniel Reiners

Dortmund

, 27.07.2020, 17:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Frühjahr vergangenen Jahres knallte ein großer Teil eines Baumes mitten auf die Liebigstraße und sorgte durch seine Zerstörungs-Wucht - es wurden sieben Autos beschädigt und ein Passant leicht verletzt - letztlich für eine große Baumfäll-Aktion.

Wie sich herausstellte, ging nicht nur von diesem Baum Gefahr aus - sondern ein Dutzend weitere waren wegen einer Krankheit gefährdet, Äste zu verlieren oder gar umzukippen. Deshalb ließ die Stadt jene Bäume entlang der Liebigstraße fällen.

Im Frühjahr 2020 wurden dann an die Stellen, wo sich die gefällten Bäume befunden hatten, neue Bäume gepflanzt. Im Zuge dieser Arbeiten hatte man den Asphalt rund um die Pflanzlöcher geöffnet - wohl, weil die alten Bäume breite Wurzeln geschlagen hatten.

Bürgersteig wurde aufgerissen - aber nicht wieder geschlossen

Bis zum heutigen Tag wurden dann laut den Anwohnern allerdings keine Asphaltausbesserungen mehr durchgeführt. Anwohner Dirk Wiegmann hatte seinen eigenen Angaben nach in den Wochen nach den Neupflanzungen den Stadtmitarbeitern dabei zugesehen, wie diese Messungen in den Bereichen durchgeführt hätten.

Dann, Anfang Juli, seien erneut Stadtmitarbeiter angerückt. Diesmal um die offenen Bereiche mit Sand aufzufüllen. Auf Nachfrage von Wiegmann habe es seitens der Arbeiter geheißen: Das solle erst mal die Lösung sein.

Auch Anwohner Ben, der die Fäll-Aktion im letzten Jahr fotografisch festgehalten hatte, ist über den aktuellen Zustand des Bürgersteigs vor seiner Haustür empört.

Anwohner fragen sich, ob die Situation zum Dauerzustand wird

"Man fragt sich, ob das nun ein Dauerzustand bleiben wird, oder ob wir Anwohner bald von diesem Stolper-Zustand erlöst werden", sagt er. Es sei schwer zu verstehen, warum überhaupt die Fällung von Bäumen ein so weitreichendes Aufreißen der Straße erfordere - und warum man nicht einfach die betroffenen Bereiche auch direkt wieder asphaltieren könne.

„Seitens der Stadtarbeiter hieß es ein anderes Mal, die Straßenöffnung und der Sand dienten dazu, die neuen Bäume mit Licht und Sauerstoff zu versorgen", so Ben. Diese Aussage halte er angesichts der täglichen Beeinträchtigungen der Anwohner allerdings für mehr als erklärungsbedürftig.

Die Stadt konnte auf eine entsprechende Anfrage unserer Redaktion zum Thema bis zum Redaktionschhluss dieses Textes am Montag, 27. Juli, 17.30 Uhr keine Antwort geben, ob und wann die Anwohner mit einer Beseitigung der von ihnen beklagten Stolperfallen rechnen können.

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