Dortmunder Paar begräbt „Traum von einer großen Hochzeitsfeier“

hzVerschärfte Corona-Auflagen

Die neuen Corona-Auflagen und steigenden Fallzahlen werfen die Hochzeitspläne eines Dortmunder Paars über den Haufen. Sie berichten nun von ihrem Plan B für den „größten Tag des Lebens“.

Dortmund

, 08.10.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Juli 2019 haben sich Melina Palikowski und Niklas Ramspoth verlobt; seit über einem Jahr laufen die Pläne für ihre Traumhochzeit. Die neuen Corona-Auflagen und die steigende Anzahl an Infizierten machen dem Dortmunder Paar einen Strich durch die Rechnung. Jetzt freuen sich die beiden auf einen Alternativ-Plan, den so niemand vorgesehen hat.

Melinas und Niklas standesamtliche Hochzeit ist für Samstag (10.10.) geplant. „Eigentliche wollten wir eine Woche später auch kirchlich heiraten mit einer großen Feier“, sagt Melina Palikowski, „aber das haben wir Anfang September abgesagt“. Eingeladen für die Feier nach der kirchlichen Hochzeit waren etwa 100 Personen. „Denen mussten wir dann schweren Herzens absagen“, erklärt sie.

Kirchliche Hochzeit in Lutherkirche abgesagt

Die kirchliche Hochzeit sollte in der Lutherkirche in Dortmund-Asseln stattfinden. „Den Traum von einer großen Hochzeitsfeier mussten wir durch Corona leider begraben“, sagt Palikowski. Denn eine Feier mit 100 Gästen wollte das Paar nicht verantworten. „Die Hochzeitsplanung war ein Hin und Her, aber letztendlich haben wir uns mit der Absage der Hochzeit für die Vernunft entschieden“, so Niklas Ramspoth.

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Für die Feier hatte das Paar den großen Saal im Dortmunder Lady Grammophon gemietet. Dafür hatten die beiden etwa 5.000 Euro angezahlt. „Wenn die Location keine anderen Gäste für den Saal findet, was ja sehr wahrscheinlich ist, kriegen wir das Geld auch nicht zurück“, erklärt Melina.

Nachdem die Corona-Auflagen verschärft wurden, hatten einige Gäste bereits selbstständig bei Melina und Niklas abgesagt. Als die beiden die Feier absagten, hätten ihre Freunde viel Verständnis gezeigt. „Sie sagten, sie hätten die Hochzeit auch abgesagt, und waren deshalb sehr verständnisvoll“, so Melina.

„Von Hoffnung bis Enttäuschung war fast alles dabei“

„Für uns war es sehr belastend, als die Auflagen für die Hochzeit weiter verschärft wurden“, sagt Niklas. Lange hätten die beiden gehofft, dass sich die Corona-Situation bessert und „dass im Oktober keiner mehr über Corona spricht“, meint er. Melina Palikowski ergänzt: „Von Hoffnung bis Enttäuschung war fast alles dabei. Am Ende waren wir auch ein bisschen sauer, weil wir ja auch nichts für die Situation können.“

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Am Samstag heiraten Melina und Niklas im Schloss Nordkirchen standesamtlich. Danach ist eine Feier mit etwa 50 Gästen im Freischütz Schwerte geplant. Dabei haben die beiden nur die Familie und engste Freunde eingeladen. „Die Familie meines Mannes ist schon recht groß. Mit den engsten Familienangehörigen und Freunden kommen wir schon schnell auf 50 Leute“, sagt Melina.

Für die Feier im Freischütz sind bereits alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen: „Es gibt eine Tischordnung, Desinfektionsspender und wir haben Adresslisten mit allen Kontaktdaten der Gäste vorbereitet“, erklärt Niklas Ramspoth. Die Hochzeitstorte wird das Paar abends bei Niklas Ramspoths Eltern anschneiden. Dort soll es eine kleine Party in gemütlicher Atmosphäre geben.

Freude auf Hochzeit überwiegt

Besorgt um ihre Feierlichkeiten wegen des Infektionsrisikos sind die beiden nicht, denn auch bei der Feier im Hause Ramspoth werde für genügend Abstand gesorgt: „Wir feiern hauptsächlich draußen und haben große Zelte aufgestellt.“

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Die Hochzeit komplett zu verschieben, hatte das Paar nie vor: „Wir wollten auf jeden Fall an unserem standesamtlichen Hochzeitstermin festhalten. Diesen zu verschieben, kam für uns keinerzeit in Frage.“, sagt Melina. Und obwohl es sich um einen Alternativ-Plan handelt, freuen sich die beiden auf ihre Hochzeit, wie Melina erklärt: „Wir werden den Tag genießen, auf den wir jetzt so lange gewartet haben.“

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