Dortmunder Ruhr-Nachrichten-Redakteur Tobias Großekemper ausgezeichnet

hzJournalistenpreis

Ruhr-Nachrichten-Redakteur Tobias Großekemper hat für seinen Artikel „Die im Dunkeln sieht man nicht“ den Wettbewerb „Rechtsextremismus im Spiegel der Medien“ gewonnen.

Dortmund/Magdeburg

, 13.06.2019, 17:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es ist eine besondere Auszeichnung für Tobias Großekemper und die Dortmunder Lokalredaktion: Mit seinem Beitrag „Die im Dunkeln sieht man nicht“, der im Juli 2018 in den Ruhr Nachrichten und auf RuhrNachrichten.de erschienen ist (und der auch in einer Hörversion existiert), hat er den Journalistenpreis „Rechtsextremismus im Spiegel der Medien“ gewonnen. Die Auszeichnung hat er am Dienstag (11. Juni) in Magdeburg erhalten.

Tobias Großekemper habe die Entwicklung in Dortmund im rechten Spektrum seit 1982 aufgezeigt, eine Entwicklung, lange bevor der Nationalsozialistische Untergrund mit seinen Morden begann, sagte Uwe Gajowski, Vorsitzender des sachsen-anhaltischen Landesverbandes des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV).

Großekempers Beitrag wirft ein Licht auf rechte Netzwerke

„Vor allem aber wirft der Beitrag ein Licht auf die rechten Netzwerke, die sich über Jahrzehnte inmitten der Zivilgesellschaft weitgehend ungestört entwickeln konnten.“ Zudem zeige der Beitrag, welche Möglichkeiten der Lokaljournalismus hier biete.

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Auf den Wert und die Bedeutung der Pressefreiheit für die Demokratie wieß der Jurist und Journalist Prof. Dr. Heribert Prantl während der Verleihung des Journalistenpreises hin. Sie sei nicht die Freiheit zur bequemeren Berufsausübung, sondern diene der Demokratie. Dazu gehöre auch, gegen täglich auftretenden Rassismus, populistischem Extremismus und Antisemitismus anzutreten. „Die Preisträger, die wir heute hier auszeichnen, haben das getan“, sagte Prantl, langjähriges Mitglied der Chefredaktion der „Süddeutschen Zeitung.

Berliner Journalist Stegemann gewann mit einem Film

In der Kategorie elektronische Medien gewann der Berliner Journalist Patrick Stegemann mit seinem Film: „Lösch Dich“, der im vergangenen Jahr erst auf dem Youtube-Kanal von Rayk Anders und dann im Programm von ZDF-Neo zu sehen war.

Journalistenpreis wurde zum sechsten Mal verliehen

Der Journalistenpreis „Rechtsextremismus im Spiegel der Medien“ wurde zum sechsten Mal verliehen. Eine Jury hatte die Sieger aus bundesweit mehr als 30 Einsendungen ermittelt. Den Preis hatten das Justizministerium Sachsen-Anhalt, der DJV Sachsen-Anhalt und die Landeszentrale für politische Bildung. ausgelobt. Gewürdigt werden herausragende Reportagen und Berichte, die sich mit dem Themenkreis rechte Gewalt, Rechtsextremismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit auseinandersetzen. Der Preis ist mit insgesamt 3000 Euro dotiert.
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