Dortmunder Stadtverwaltung will sich vom Beamtendeutsch verabschieden

Einfache Sprache

Beamtendeutsch: verschachtelte Sätze und trockene Ausdrucksweise. Für viele Bürger ist das eine Hürde beim Umgang mit Behörden. Bei der Stadt Dortmund soll damit bald Schluss sein.

von Franka Doliner

Dortmund

, 21.08.2020, 11:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dortmund sagt dem Beamtendeutsch den Kampf an. In Zukunft will die Stadtverwaltung näher an den Bürgern sein.

Dortmund sagt dem Beamtendeutsch den Kampf an. In Zukunft will die Stadtverwaltung näher an den Bürgern sein. © Oliver Schaper

Verständigungsschwierigkeiten zwischen Bürger und Beamtem sollen bei Amtsbesuchen bald der Vergangenheit angehören. Die Dortmunder Stadtverwaltung hat einen Leitfaden aufgestellt, mit dem unverständliche Abkürzungen und Schachtelsätze bald der Vergangenheit angehören sollen.

Stadt Dortmund sucht Nähe zu Bürgern

„Die Stadt ist nur für die Bürgerinnen und Bürger da“, sagt Simone Hülsmann, vom Personal- und Organisationsamt der Stadt Dortmund. „Daher müssen wir unsere Sprache auf sie beziehen“, ist für sie die logische Konsequenz.

Durch alte Strukturen sei auch die Sprache veraltet - besonders im Schriftverkehr. „Rechtlich sind die Texte einwandfrei, aber für die Bürger häufig schwer verständlich“, bedauert Hülsmann. Das will die Stadt Dortmund jetzt ändern.

Verständlich, leichter, kürzer

Bürgerorientiert sollen die neuen Texte werde. Konkret bedeutet das: Schluss mit Bandwurmwörtern und Abkürzungen. „Verständlich, leichter, kürzer - das verstehen wir unter bürgerorientierter Sprache“, erklärt Hülsmann.

Unterstützung von Wissenschaftlern

Hilfe bekommt die Stadt aus der Wissenschaft. Gemeinsam mit Experten werden städtische Dokumente überarbeitet - mit dem Ziel, dass die Dortmunder die Texte der Stadt in Zukunft einfacher verstehen.

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