Dortmunder waren bei Bachelor, Germany’s Next Topmodel und Co. oft Trash-TV-Kanonenfutter

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Gleich drei Dortmunder sind dieser Tage Kandidaten bei Trash-TV-Sendungen. Glaubt man der Historie, stehen ihre Siegchancen schlecht. Die Geschichte ihrer Vorgänger ist eine des Scheiterns.

Dortmund

, 22.01.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Egal ob beim Um-die-Wette-Turteln um den „Bachelor“, beim Pfunde-verlieren bei „Rosins Fettkampf“ oder beim Über-den-Catwalk-stolzieren bei „Germany‘s Next Topmodel“ (GNTM) – bei gleich mehreren aktuellen Trash-TV-Formaten sind derzeit oder demnächst Kandidaten aus Dortmund zu sehen.

Dortmund darf sich im Moment durchaus ein bisschen als Hauptstadt des seichten Fernsehgeschmacks fühlen. Doch dass Masse allein noch lange keine Klasse macht, zeigt ein Blick in die Geschichte einiger der großen Trash-TV-Schlachtschiffe.

Egal ob bei GNTM, Bachelor, Bachelorette oder dem Dschungelcamp – für die Dortmunder war in der Vergangenheit meist schnell Schluss. Fast bekommt man den Eindruck, dass auf den Dortmunder Kandidaten der Fluch lastet, lediglich Kanonenfutter im Kampf um billige Lacher und hohe Einschaltquoten zu sein.

Bachelor: Jenny-Fleur ist jetzt schon erfolgreichste Dortmunderin

Beispiel „Der Bachelor“: Auch wenn es Jenny-Fleur in der aktuellen Staffel nur gerade so in die 3. Folge geschafft hat (die übrigens am Mittwoch, 22.1., ausgestrahlt wird), ist sie jetzt schon die erfolgreichste Dortmunderin in der Geschichte der Kuppelshow.

Und das, obwohl vor ihr bereits drei Dortmunder Frauen um die Herzen der jeweiligen Junggesellen buhlten. Doch sowohl für Petra (2. Staffel, damals 35, Kaufmännische Angestellte) als auch für Yvonne (4. Staffel, damals 29, Managerin in einer Reha-Klinik) und Lisa (8. Staffel, damals 23, Make-Up-Künstlerin) war direkt in der ersten Sendung Schluss.

Kein Stück besser erging es Kai in Staffel 5 des Bachelor-Gegenparts „Bachelorette“: Der damals 38-jährige Karriereberater aus Dortmund schied ebenfalls sang- und klanglos in Folge eins aus.

Etwas besser machte es da Manuel in Staffel 2: Der damals 32 Jahre alte Geschäftsführer einer Handelsagentur schaffte es 2013 immerhin in die fünfte von acht Folgen, bevor die Junggesellin lieber einem Werbeagentur-Leiter, einem Bauunternehmer, einem Vertriebsleiter und einem Frisör eine Rose gab.

GNTM: Dortmunderin wurde noch nicht einmal namentlich erwähnt

Von so einem fünften Platz konnten die bisherigen drei Dortmunder GNTM-Teilnehmerinnen nur träumen: Die damals 19-jährige Cateringservice-Mitarbeiterin Saskia flog 2017 bereits in der ersten Folge von Staffel 12 raus, bei Anthonia hielten es die Macher der Model-Show 2019 noch nicht einmal für nötig, die damals 24-Jährige mit Namen zu nennen. Heidi Klum sortierte sie direkt am Anfang von Staffel 14 aus.

Etwas (aber nur unwesentlich) länger blieb vergangenes Jahr Catharina (damals 19) den GNTM-Zuschauern erhalten. Für sie war am Ende der vierten Folge Schluss – jedoch nicht, bevor sie vor laufender Kamera mit Fragen zu ihrem damaligen Freund, Profi-Fußballer Felix Götze, zum Weinen gebracht worden war.

Dschungelcamp: Zwei Ex-BVB-Profis schlagen sich passabel

Noch am erfolgreichsten waren da die Kandidaten mit Dortmunder Vergangenheit bei „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“. Beim Trash-TV-Aushängeschild von RTL im australischen Dschungelcamp kämpften im Laufe der Jahre zwei Ex-BVB-Profis um den Titel des Dschungelkönigs (und um ihre Würde): Eike Immel (247 Spiele für den BVB von 1978 bis 1986) und Thomas „Ike“ Häßler (18 Spiele, 98/99).

Der frühere National-Torwart Immel schaffte 2008 Platz 5 von 10, der Weltmeister Häßler neun Jahre später sogar Platz 4 von 12. Schaut man sich die Dortmunder Trash-TV-Geschichte an, wäre das für Julia (GNTM), Mark (Rosins Fettkampf) und Jenny-Fleur (Bachelor) bereits ein Riesen-Erfolg.

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