Dortmunder Weihnachtsmarkt soll stattfinden – erstes Konzept steht

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Der Dortmunder Weihnachtsmarkt scheint zum jetzigen Zeitpunkt gesichert. Die Stadt hat jetzt skizziert, wie er aussehen könnte.

Dortmund

, 22.09.2020, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt und die Schausteller wollen alles dafür tun, den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr trotz Corona stattfinden zu lassen. Die große Frage war zuletzt nur das Wie. Dazu gibt es jetzt ein Konzept vom Schaustellerverband, das gute Chancen hat, umgesetzt zu werden – wenn nicht noch steigende Zahlen von Corona-Neuinfektionen dem Ganzen ein Strich durch die Rechnung machen.

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Die sogenannte Weihnachtsstadt wird dreiteilig: mit Gastronomieständen auf dem Hansaplatz, einem Spezialmarkt auf dem Alten Markt gemeinsam mit den dort ansässigen Gastronomen und großzügig aufgestellten Verkaufshäuschen auf der Kampstraße. Notfalls könne man auch noch auf andere Plätze in der Innenstadt ausweichen, erklärte Dortmunds Rechtsdezernent Norbert Dahmen.

Mit Zugangs- und Eingangskontrollen auf dem Hansaplatz

Auf dem Hansaplatz soll es Zugangs- (Check-in) und Ausgangskontrollen geben sowie Abtrennungen mit einer Art Jägerzaun, kündigte Dahmen an. Für die Getränke- und Gastronomiestände wird man vorher Plätze buchen müssen. Zudem soll es keine Stehplätze geben, sondern nur Plätze an Tischen.

Auf dem Alten Markt wolle man durch geschickte Möblierung dafür sorgen, dass es keine Zäune brauche, so der Rechtsdezernent. „Eingegitterte Weihnachtsmärkte wollen wir verhindern. Hierfür wird von den Schaustellern Gemeinschaftliches mit den Wirten angestrebt.“

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Für die auseinandergezogenen Buden auf der Kampstraße könnten die Schausteller auf positive Erfahrungen des Popup-Freizeitparks „FunDOmio“ zurückgreifen, erläuterte Dahmen. Auch der größte Weihnachtsbaum der Welt soll als Alleinstellungsmerkmal wieder die Attraktion der Weihnachtsstadt sein.

Keine ausländischen Reisebusse

Voraussetzung, dass dieses Konzept umgesetzt werden könne, sei, dass die Infektionszahlen in den nächsten acht Wochen nicht so steigen wie aktuell in anderen Städten, sagte Dahmen. Ausländische Reisegruppen, die mit Bussen nach Dortmund gefahren werden, werde es dieses Jahr ohnehin nicht geben.

Die Stadt habe ein Interesse daran, in der Adventszeit Veranstaltungen mit vernünftigen Infektionsschutz- und Hygienekonzepten in der Stadt zu haben, um unkontrollierte Veranstaltungen zu unterbinden, unterstrich der Rechtsdezernent. Wenn es keinen Weihnachtsmarkt gebe, bestehe die Gefahr, dass die Menschen sich so untereinander träfen – ohne Hygienekonzept.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau fasste es so zusammen: „Wir werden darum kämpfen, dass der Weihnachtsmarkt stattfindet, aber wir werden nicht das Kind mit dem Bad auskippen. Die Dinge sollen mit Abstand und Anstand hintereinander gebracht werden.“

„Das Ganze ist im Fluss“

Der Vorsitzende des Schaustellervereins Rote Erde, Patrick Arens, ist froh über das positive Signal der Stadt. „Für uns war die Aussage wichtig, dass der Weihnachtsmarkt stattfinden soll. Wir werden gemeinsam mit der Stadt versuchen, das ordentlich und sicher zu realisieren. Das Ganze ist im Fluss.“

Jetzt werde im Detail abgeklärt, ob Stehtische in der neuen Coronaschutz-Verordnung erlaubt sind, und nach intelligenten Lösungen für die Anmeldung an den Gastronomieständen gesucht. Zu klären sei auch noch die Frage, ob die Glühweinstände konzentriert an einer Stelle aufgebaut werden oder ob sie an ihren angestammten Plätzen bleiben können. Arens: „Die nächsten 14 Tage werden dazu genutzt, das Ganze anzupassen.“

Auch ein Kabinettsbeschluss des Landes zu Veranstaltungen in Coronazeiten könnte noch mal Bewegung in die Bedingungen bringen.

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