Turnier mit Folgen: Puzzeln vertreibt Dortmunderin die Corona-Langeweile

Dortmunder Stadtmeisterschaften

Die Stadtmeisterschaften im Puzzeln liegen schon eine Weile zurück. Mitten in der Corona-Krise hat das Turnier für ein Mitglied des Teams „Big Family“ ein schönes Nachspiel.

Huckarde

, 09.04.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Big Family"-Mitglied Marianne Kischka hat in der Corona-Krise das Puzzeln für sich entdeckt.

„Big Family"-Mitglied Marianne Kischka hat in der Corona-Krise das Puzzeln für sich entdeckt. © Iris Neubert

Eigentlich hatte sich Marianne Kischka nur ihrer Mutter (77) zuliebe für die Puzzle-Stadtmeisterschaft angemeldet. „Sie puzzelt so gerne, also sind wir als Big Family angetreten. Meine Schwestern, meine Mutter und ich.“

Auf welchem Platz sie bei dieser Meisterschaft im Schnell-Puzzeln Anfang März gelandet sind, das weiß die 55-Jährige gar nicht. „Wir waren nicht gut. Spaß gemacht hat es trotzdem.“ Die Gewinner im Huckarder Karl-Exius-Haus waren einmal mehr die „Littis“, die die 1000 Teile in 149 Minuten zusammensetzten.

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Für Marianne Kischa hat das Turnier ein schönes Nachspiel – dank einer Spende. „Eine Markthändlerin fand den Bericht in den Ruhr Nachrichten so toll, dass sie uns zwei Puzzles mit 2000 und 6000 Teilen geschenkt hat“, berichtet Organisatorin Iris Neubert.

Als "Big Family" trat Marianne Kischka mit ihren Schwestern und ihrer Mutter bei den Dortmunder Stadtmeistern im Schnell-Puzzeln an.

Als "Big Family" trat Marianne Kischka mit ihren Schwestern und ihrer Mutter bei den Dortmunder Stadtmeistern im Schnell-Puzzeln an. © Iris Neubert

Per Mail hat sie die Spenden an die 84 Teilnehmer weitergegeben – nach dem Motto: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“

Markthändlerin verschenkt Puzzles an die Ausrichter des Turniers

Die schnellste war Marianne Kischka aus Brechten, sie angelte sich „Die Geburt der Venus“ (2000 Teile). Für sie kam das Puzzle wie gerufen: „Das ideale Mittel gegen die Corona-Langeweile.“

Der Beweis: Marianne Kischka hat die „Geburt der Venus“ aus 2000 Puzzle-Teilen zusammengesetzt. Mittlerweile sitzt sie schon am nächsten Puzzle.

Der Beweis: Marianne Kischka hat die „Geburt der Venus“ aus 2000 Puzzle-Teilen zusammengesetzt. Mittlerweile sitzt sie schon am nächsten Puzzle. © Marianne Kischka

Die Venus habe sie drei Abende beschäftigt. „Ich konnte einfach nicht aufhören und habe bis 2 Uhr gepuzzelt.“

Das Puzzle mit 6000 Teilen wollte bislang niemand haben. Sogar die „Littis“ kneifen.

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