Der Förderturm der Zeche Hansa in Huckarde. In dem Stadtbezirk steigen die Infektionszahlen seit zwei Monaten überdurchschnittlich stark. © Stephan Schütze
Neue Auswertung

Dortmunds Corona-Zahlen steigen in westlichem Stadtbezirk am stärksten

Lange war die Nordstadt Dortmunds Corona-Hotspot. Doch mittlerweile steigen die Infektionszahlen woanders schneller. Das zeigt eine neue Auswertung. Bei den Zahlen gibt es jedoch ein Problem.

Einmal im Monat veröffentlicht die Stadt Dortmund die Corona-Infektionszahlen der vergangenen vier Wochen auf der Ebene der Stadtbezirke. Sie geben Aufschluss darüber, wie sich das Coronavirus innerhalb der Stadt verbreitet.

Am Dienstag (23.3.) gab es die neueste Ausgabe dieser Auswertung – jedoch mit einem Schönheitsfehler: Der Untersuchungszeitraum endet bereits am 12. März. Die Daten waren also zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung bereits anderthalb Wochen alt – eine halbe Ewigkeit gemessen an der sich extrem dynamisch entwickelnden Infektionslage.

Infektions-Dynamik in der Nordstadt verlangsamt sich

Trotzdem liefern die Daten interessante Erkenntnisse: Etwa, dass die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus in der Nordstadt – lange Zeit Dortmunds Corona-Hotspot Nummer Eins – weiter verlangsamt hat: Vom 12. Februar bis zum 12. März stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie nachgewiesenen Corona-Fälle in der Nordstadt nur um 8,3 Prozent – damit lag sie unter dem Stadtschnitt von 8,6 Prozent.


Deutlich stärker stiegen die Infektionszahlen weiter westlich: Huckarde verzeichnete einen Zuwachs von 11 Prozent – nur in der westlichen Innenstadt lag er mit 11,3 Prozent leicht höher. Bei der letzten Auswertung Mitte Februar war Huckarde mit 19,3 Prozent der Stadtteil mit dem stärksten Anstieg gewesen.

Rechnet man die Unterschiede bei den Einwohnerzahlen der einzelnen Stadtbezirke heraus, zeigt sich, dass Huckarde von Mitte Februar bis Mitte März der Stadtbezirk in Dortmund war, der am stärksten von Corona betroffen war: Hier wurde bei 4 von 1000 Einwohnern das Virus nachgewiesen – die Innenstadt-West landet mit einem Wert von 3,2 von 1000 Einwohnern in dieser Negativ-Rangliste noch hinter der Nordstadt und Eving (jeweils 3,7 von 1000 Einwohnern).


In beiden Statistiken am anderen Ende und damit im Vergleich am wenigsten betroffen sind die südlichen Stadtbezirke Hombruch, Hörde und Aplerbeck.

Generell sieht das Gesundheitsamt in Dortmund einen Trend weg von Hotspots: „Die Unterschiede zwischen den Dortmunder Stadtbezirken in Bezug auf die Dynamik des Infektionsgeschehens haben sich weiter verringert“, heißt es in einer Fachkommentierung der Daten.

Lagen der Unterschied zwischen dem Stadtbezirk mit dem geringsten Anstieg bei den Infektionszahlen und jenem mit dem größten Anstieg Mitte Februar noch bei 10,8 Prozentpunkten, waren es Mitte März nur noch 5 Prozentpunkte.

Das deute laut Stadt darauf hin, dass sich das Infektionsgeschehen in allen Stadtteilen „in ähnlicher Weise entwickle“.

Im Vergleich zum vorherigen Untersuchungszeitraum war die Zahl der Corona-Neuinfektionen dortmundweit stark gesunken, von 2084 auf 1499 nachgewiesene neue Fälle innerhalb von vier Wochen. Doch das war – wie gesagt – bevor die dritte Corona-Welle wirklich an Fahrt aufnahm.

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Redaktion Dortmund
1984 geboren, schreibe ich mich seit 2009 durch die verschiedenen Redaktionen von Lensing Media. Seit 2013 bin ich in der Lokalredaktion Dortmund, was meiner Vorliebe zu Schwarzgelb entgegenkommt. Daneben pflege ich meine Schwächen für Stadtgeschichte (einmal Historiker, immer Historiker), schöne Texte und Tresengespräche.
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