Tarifkonflikt

Dortmunds erster Autokino-Streik: 150 Metaller an den Westfalenhallen

Versammlungen vor den Werkstoren mit vielen Hundert Teilnehmern - in Corona-Zeiten nicht möglich. Die IG Metall weicht auf Alternativen aus: Am Dienstagmorgen fand Dortmunds erster Autokino-Streik statt.
Kundgebung in Form eines Autokinos am Signal-Iduna-Park: Etwa 150 Metaller sind am Dienstagmorgen dem Aufruf der Gewerkschaft gefolgt. © dpa

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall am Dienstag auch in Nordrhein-Westfalen Warnstreiks gestartet. Rund 2000 Beschäftigte aus 16 Betrieben im Ruhrgebiet hätten mit Beginn der Frühschicht um 6 Uhr die Arbeit niedergelegt, teilte eine Gewerkschaftssprecherin mit.

150 Streikende in Autos an den Westfalenhallen

In Dortmund kamen am Morgen Gewerkschaftsangaben zufolge rund 150 Streikende mit dem Auto zu einer Kundgebung auf einem Parkplatz an den Dortmunder Westfalenhallen. Dort hatte die Gewerkschaft LED-Wände aufgestellt.

Die Teilnehmer konnten die Rede des NRW-Bezirksleiters der Gewerkschaft, Knut Giesler, über das Autoradio hören.

Die anderen Streikenden konnten über das Internet dabei sein, wie die Sprecherin erläuterte. Im Laufe des Tages hatte die Gewerkschaft drei weitere solcher Veranstaltungen in NRW geplant.

Vier Prozent mehr Lohn gefordert

Die IG Metall fordert für die bundesweit rund 3,8 Millionen Beschäftigten der Branche vier Prozent mehr Lohn – wo es in einem Betrieb schlecht läuft, in Form von Lohnausgleich bei einer abgesenkten Arbeitszeit. Außerdem verlangt sie mehr Mitsprache bei strategischen Entscheidungen der Unternehmen.

Die Arbeitgeber haben bislang Lohnerhöhungen frühestens für das Jahr 2022 in Aussicht gestellt.

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