Dramatische Vorwürfe: 54-Jährige soll Mädchen gekauft und in die Prostitution gezwungen haben

Landgericht

Eine 54-Jährige soll für 100 Euro ein 16-jähriges Mädchen in Bulgarien „gekauft“ und sie in Dortmund in die Prostitution gezwungen haben. Die Vorwürfe gehen jedoch noch weiter.

Dortmund

, 31.10.2019, 11:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dramatische Vorwürfe: 54-Jährige soll Mädchen gekauft und in die Prostitution gezwungen haben

Eine Prostituierte wartet auf ihrem Zimmer in einem Frankfurter Bordell. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Eine 54-jährige Frau muss sich ab Dienstag (5. November) vor dem Dortmunder Landgericht wegen des Vorwurfs der Zuhälterei, der Körperverletzung und der räuberischen Erpressung verantworten. Sie soll zusammen mit ihrem Ehemann im Januar 2006 in Bulgarien der Mutter eines damals 16-jährigen Mädchens 100 Euro gezahlt haben, damit diese ihnen die Tochter überließ.

Die Angeklagte soll das Mädchen dann nach Dortmund gebracht haben. Dort soll das Mädchen dazu gezwungen worden sein, als Prostituierte für die 54-Jährige zu arbeiten. Dabei soll die Frau der 16-Jährigen sowohl die auszuübenden Sexualpraktiken vorgegeben haben als auch, was sie für ihre Dienste zu nehmen hat.

Für 400 Euro „weiterverkauft“

Die Bulgarin, die als Zeugin im Prozess aussagen soll, soll etwa anderthalb Jahre für die Angeklagte und ihren Ehemann als Prostituierte gearbeitet haben. Dabei soll sie im Laufe der Zeit auch durch Kokain gefügiger gemacht worden sein.

An einem Tag soll die junge Frau versucht haben, 80 Euro ihrer Bezahlung für sich zu behalten. Die 54-jährige Angeklagte soll dies bemerkt haben und die Bulgarin zusammen mit einer unbekannten Frau verprügelt haben.

Nach anderthalb Jahren soll der Ehemann, der in einem gesonderten Verfahren verfolgt wird, die junge Frau für 400 Euro an eine andere Person weitergegeben haben.

Die Angeklagte sitzt aktuell in Untersuchungshaft.

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