Drei oder fünf Todesfälle? Verwirrung um Corona-Opfer in Dortmund

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Dortmund gehört zu den Großstädten mit vergleichsweise wenig Corona-Todesfällen. Allerdings gibt es Verwirrung um die genauen Zahlen. Denn das Land nennt zwei Todesopfer mehr als die Stadt.

Dortmund

, 20.04.2020, 20:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es gibt in Dortmund drei Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19, meldete die Stadt Dortmund auch am Montag (20.4.) wieder. Bei aufmerksamen Beobachtern der Corona-Statistiken sorgt das allerdings für Verwirrung. Denn andere Quellen nennen mehr Covid-19-Todesopfer in Dortmund.

Jeweils fünf Todesfälle für Dortmund nennen zum Stichtag 20. April sowohl das bundesweit für den Infektionsschutz zuständige Robert-Koch-Institut in Berlin als auch die Statistik des Landesministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS). Dabei handelt es sich, so das MAGS, um die „Zahl der Todesfälle, die in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion stehen“.

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In dieser Formulierung steckt auch schon der Hintergrund für die unterschiedlichen Zahlen. Denn auf Nachfrage bestätigt auch die Stadt die Zahl von fünf Todesfällen, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde.

Frage der Todesursache

Allerdings sei die Covid-19-Erkrankung in zwei Fällen nicht ursächlich für den Tod gewesen, erklärt Stadtsprecherin Anke Widow. Die Stadt nenne nur die Fälle, bei denen die Infektion mit dem Corinavirus Todesursache war.

Seit dem 1. April sind in Dortmund nach Angaben der Stadt eine 85-jährige Frau sowie zwei Männer im Alter von 71 und 86 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Nähere Angaben zu den zwei weiteren Fällen konnte Anke Widow nicht machen.

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