E-Scooter breiten sich in Dortmund weiter aus: Anbieter vergrößert Gebiet

E-Mobilität

Ein E-Scooter-Konzern vergrößert sein Betriebsgebiet in Dortmund. Die Roller sind jetzt auch tiefer im Osten zu finden. Damit hat das Unternehmen eine bestimmte Zielgruppe im Blick.

Körne, Gartenstadt

von Antonia Telgmann

, 29.09.2020, 11:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
E- Scooter sind jetzt auch in Körne und Gartenstadt mietbar - hier am Bahnhof in Körne.

E- Scooter sind jetzt auch in Körne und Gartenstadt mietbar - hier am Bahnhof in Körne. © Antonia Telgmann

Der E-Scooter-Anbieter Lime vergrößert sein Gebiet in Dortmund. Der sogenannte Geschäftsbereich wurde jetzt auf den Osten ausgeweitet. Das heißt, dass die grünen E-Scooter nun auch in Körne und Gartenstadt gemietet und abgestellt werden können.

Seit dem 5. September 2019 sind die Lime-Scooter in Dortmund zu finden. Vor etwas mehr als einem Jahr war Lime als zweiter Anbieter in Dortmund gestartet.

Zunächst waren die grünen Elektroroller hauptsächlich in Teilen der Innenstadt zu finden. Dabei war die östliche Innenstadt nicht mit abgedeckt – nun geht es also noch darüber hinaus. Damit will man unter anderem Pendler aus den innenstadtnahen Bezirken motivieren, das Auto stehen zu lassen, heißt es seitens des Unternehmens.

Preisgünstigere Alternative zum ÖPNV?

Eine Passantin in Körne äußert sich im Gespräch mit der Redaktion kritisch zu den Scootern: „Der, der zur Arbeit muss, wird weiterhin das Auto benutzen und der, der ein Fahrrad hat, zahlt nicht extra für einen Roller“.

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Als eine preisgünstigere Alternative zum öffentlichen Nahverkehr sind die Scooter auch eher nicht zu sehen. Zum Vergleich: Eine Einzelfahrt mit der Stadtbahn U43 von der Haltestelle Am Zehnthof im Herzen Körnes bis zum Hauptbahnhof kostet 2,90 Euro.

Eine Fahrt außerhalb des Angebotszeitraums von Lime für die selbe Strecke kostet rund 3 Euro. Man zahlt für die Miete eines Lime-Scooters pauschal 1 Euro zum Entsperren und dann 20 Cent pro Minute.

Straßenbarriere oder gute Alternative

Auch andere Bewohner aus Körne äußern sich eher skeptisch. Es würde genug Verkehrsmittel geben, die Roller lägen nur rum, würden an jede Ecke hingeworfen und es sei eher eine Art „touristischer Spaßfaktor“.

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Ein 27-Jähriger äußert sich dagegen optimistisch. Die große Flexibilität sei ein Vorteil. Wenn die Bahn Verspätung hat, sei der Roller eine gute Alternative. Sein Freund nutze den Roller für die Fahrt zur Berufsschule.

„Mehrere meiner Freunde fahren mit dem Roller zum Bahnhof und dann geht`s schnell ab in die Bahn“, erklärt auch ein Bewohner aus Gartenstadt.

E-Scooter Stellplatz statt PKW-Parkplatz

Immer wieder versucht Lime neue Kunden mit gezielten Aktionen locken. Für Pendler gibt es zur Erweiterung des Betriebsgebietes eine Aktion. Um die Nutzung von seinen E-Scootern attraktiver zu machen, bietet das Unternehmen eine morgendliche Pendler-Aktion werktags zwischen 6 und 10 Uhr an.

Mit einer Registrierung in der App kommt man für 1,49 Euro pro 15 min von A nach B. Das Angebot ist jedoch nur einmal am Tag bis zum 30.9. nutzbar.

Schon zur Kommunalwahl am 13. September oder auch zum großen Streik des ÖPNVs am 29. September (Dienstag) hatte es beispielsweise schon kostenlose Fahrten für Neukunden gegeben.

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