Eckard Bremer hat Handys gemalt und zeigt 12 Porträts der eigenwilligen Art

Gemalte Handys

Als Porträt bezeichnet man in der Malerei das Bildnis eines Menschen. Ein Handy-Porträt sollte demnach die digitale Abbildung eines Gesichtes zeigen. Allerdings nicht bei Eckard Bremer.

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, 27.03.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eckard Bremer hat Handys gemalt und zeigt 12 Porträts der eigenwilligen Art

Eckhard Bremer vor seinen Smartphone-„Porträts", die in der Handyklinik zu sehen sind. © Johannes Franz

Wenn Eckard Bremer von seinen Handy-Porträts spricht, denkt er nicht an Gesichter. Stattdessen hat er die Smartphones von Freunden und Verwandten vor Augen. „Die Idee kam mir über Nacht“, räumt er lachend ein. Inzwischen seien die Handy-Porträts, die er in Öl auf Leinwand gemalt hat, aber kein Widerspruch mehr für ihn.

„Die Smartphones sind doch heute quasi ein Teil unseres Körpers“, erklärt er. „Ein Teil, den wir ausgelagert haben.“ Wer könne sich zum Beispiel heute noch eine Telefonnummer ohne das digitale Helferlein merken? Eine Idee, die den 55-jährigen Künstler nicht mehr los ließ. „Sieht man sich ein Porträt an, versucht man, Schlüsse auf den Charakter der Person zu ziehen. Versucht man das auch beim Bild des Telefons?“

Schrammen und Kratzspuren dürften bekannt vorkommen

Die Antwort gibt er nicht preis - mit Rücksicht auf die Personen aus seinem Umfeld. „Die Bilder tragen schließlich die Vornamen ihrer Besitzer. Der eine oder andere Betrachter dürfte aber selbst ins Schmunzeln geraten: So manche Schramme oder Kratzspur erinnert garantiert an das eigene Gerät. Oder an eines aus dem Bekanntenkreis.

Eckard Bremer hat Kunstgeschichte sowie Grafik und Malerei studiert. Seit 2005 lebt er in Dortmund. Die zwölf Bilder sind noch bis zum 2. Juni (Sonntag) im Schaufenster der Handyklinik, Hansastraße 95, zu sehen.

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