Ehemaliges Sterne-Restaurant im Dortmunder Süden liegt in Schutt und Asche

hzTraditionslokal

Das Restaurant im Dortmunder Süden gehörte lange zu den gehobenen Gastronomie-Adressen in der Stadt. Jetzt zerpflückten Bagger die Fassade.

Kirchhörde

, 03.03.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Von Weitem konnte man Ende Februar noch denken, dass bei der Dimberger Glocke alles beim Alten ist. Die Natursteinfassade stand auf der einen Seite, auf der anderen die mit Stuck verzierte gelbe Außenwand. Doch vom einstigen Edel-Restaurant ist mittlerweile so gut wie nichts mehr übrig ist.

Denn an der Stelle, wo bis Anfang 2017 noch Gästen Essen serviert wurde, stehen jetzt Bagger und zerpflücken das Gebäude.

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Knapp drei Jahre stand das Gebäude leer, schon im Herbst 2017 machten in Kirchhörde Gerüchte um die Zukunft des Gebäudes an der Hohlen Eiche 5 die Runde.

Ein Michelin-Stern funkelte in Kirchhörde

Jetzt geht es dem Gebäude an den Kragen. Wie das Grundstück künftig genutzt werden soll, ist noch nicht bekannt.

Lange Zeit war die Dimberger Glocke eine der Top-Adressen für Feinschmecker nicht nur in Dortmund. Der Schweizer Urs Bischof hatte sich hier Ende der 90er einen Michelin-Stern erkocht, ehe er 2001 in den Lennhof wechselte, wo er den Gastrobereich für den BVB leitete.

Das ehemalige Sterne-Restaurant Dimberger Glocke in Dortmund-Kirchhörde wird abgerissen.

Ende Februar stand noch die Natursandsteinfassade. Auch die ist mittlerweile Geschichte. © Michael Nickel

Bedenken gegen den Abbruch des Gebäudes wurden übrigens von der „Unteren Denkmalbehörde“ zurückgestellt, teilt Stadtsprecher Christian Schön auf Anfrage mit.

Zwar wurde das Objekt nach Überprüfung als erhaltenswerte Substanz eingestuft, allerdings habe sich daraus keine rechtliche Konsequenz ergeben: „Somit ist die Abbruchgenehmigung erteilt worden.“

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